AJUM Logo
Datenbank
Besprechungen von Kinder-,
Jugendliteratur & Medien




Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
Datenbank

AJuM Datenbank
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW
c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

8342 aktuelle Rezensionen, weitere 69797 Rezensionen im Archiv
Suchtext:
Schlagwörter:
Titel:
Autor
Vorname:
Autor
Nachname:
Illustrator:
Bewertung:
 Einsatzmögl.:
Medienart:
Alter:
Gattung:
 Archiv anzeigen:
Wolgastpreis:
 
Wie suche ich richtig? Wie darf ich die Rezension verwenden? DRUCKANSICHT



Autor:
Opiela, Elfe Marie,     
Titel:
Als die Tiere im Wald noch nackig waren
ISBN:
978-3-219-11788-2  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Opiela, Elfe Marie
Seitenanzahl:
32
Verlag:
Betz Annette, Berlin
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
14,95 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Schon das Buchcover macht neugierig, denn alle abgebildeten, glücklich aussehenden Tiere haben die gleiche Farbe. Sie unterscheiden sich nur durch ihre Körpergröße und ihre Figur. Kein Tier hat ein Fell oder Gefieder. Der Buchtitel "Als die Tiere im Wald noch nackig waren" erklärt dann zumindest mal die äußerliche Ähnlichkeit der Tiere, lässt die Frage nach dem Grund jedoch noch offen. Ein Bilderbuch, das zum Kichern und Grinsen verleitet.
[Brit 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
4 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
fantastisch / märchenhaft / Freundschaft / Gefühle / Komik / Humor / Natur / Umweltschutz
       
Anmerkungen:
Handliches Bilderbuch mit farbigen, lustigen Illustrationen und mit einem Anziehpuppen-Bastelbogen.
       
Beurteilungstext:
Bei dem Bilderbuch von Elfe Marie Opiela mit dem Titel "Als die Tiere im Wald noch nackig waren" handelt es sich um ein wunderschön gestaltetes Lesevergnügen mit einer lustigen Geschichte. Es befasst sich mit der Frage, wie die Tiere zu ihrem individuellen Aussehen kamen. Und das war so: Vor langer Zeit hatte keines der Tiere im Wald ein Fell oder Gefieder. Der Bär, der Frosch, der Tiger, der Igel, die Eule, der Fuchs und die Schlange waren alle nackig und zufrieden. Sie hatten ihren Spaß und tanzten vergnügt durch den Wald, bis es eines Tages zu kalt wurde. Der Winter nahte, aber was sollten sie dagegen unternehmen? Alle Versuche sich zu wärmen brachten nicht den erhofften Erfolg. Der Blätterhaufen funktionierte ebenso wenig wie der riesenlange Schal, in den sie sich gemeinsam wickelten.
Erst Biber, der Schneider war und sich die ganze Angelegenheit aus der Ferne angesehen hatte, wusste einen Rat: Aus seiner enormen Stoffsammlung suchte sich jedes Tier den Stoff aus, der ihm gefiel und der Biber nähte fleißig. Letzten Endes hatte der Tiger ein stacheliges Gewand. Der Igel lief von da an mit gelb-schwarzen Streifen durch den Wald. Der Frosch entschied sich für eine Federboa und die Eule wollte sich, in grünen Stoff gekleidet, zwischen den Blättern der Bäume verstecken. Es kam, wie es kommen musste. Die Kleidungsstücke erfüllte nicht ihren Zweck. Der Frosch konnte mit der Federboa nicht schwimmen, dem Bär platze die enge zweite Haut und der Tiger blieb mit den Stacheln im Gebüsch hängen.
Dank einer hervorragenden Idee der cleveren Eule kommt zum guten Schluss der Geschichte doch noch jedes Tier zu seinem zu ihm passenden Fell, Gefieder oder Haut.

Der lustige Text der Geschichte wird durch ebensolche Illustrationen, die auch von Elfe Maria Opiela stammen, zu einem tollen Lesevergnügen für junge und ältere Menschen. Die farbenfrohen, in dezenten Farben gehaltenen Bilder ergänzen den Text mit vielen, liebevoll gestalteten Details und führen beim Buchbetrachtenden sicherlich zum ein oder anderen Schmunzeln. Damit der Felltausch in Eigenregie nachgestellt und die Geschichte so noch einmal nachvollzogen werden kann, befindet sich am Ende des Buches ein Anziehpuppen-Bastelbogen.

Elfe Marie Opiela wurde 1988 in Lübeck geboren und wuchs in Bielefeld auf. Schon als Grundschülerin zeichnete sie ihrem Tischnachbarn lustige Figuren ins Heft. Daher verwundert es nicht, dass sie nach einem freiwilligen sozialen Jahr in Bethel schließlich in Münster Illustration studierte. Frau Opiela lebt heute in Leipzig und arbeitet dort als freiberufliche Illustratorin.
[Brit 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.