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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Voake, Steve,     
Titel:
Maxwell und die Hundegang
ISBN:
978-3-570-17496-8  
Übersetzer:
Obrecht, Bettina
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Field, Jim
Seitenanzahl:
160
Verlag:
cbj / cbt, München
Gattung:
Erzählung
Reihe:
Jahr:
2018
Preis:
11,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Der kleine Hund Maxwell hatte in seinen ersten Lebenswochen von Menschen keinerlei Freundlichkeit erfahren. Ehe er sich in seiner Umgebung überhaupt zurechtfinden konnte, hat ihn sein skrupelloser Besitzer Mr. Donaldson zusammen mit der kleinen Hündin Blümchen in einen Fluss geworfen, aus dem er sich zwar ans Ufer rettete, aber das Leben auf der Straße muss der Welpe erst noch lernen. Zu seinem Glück kümmern sich ein paar andere Hunde um ihn und helfen ihm auch bei der Suche nach der verschwundenen Blümchen.
[OAL 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
8 - 11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / Außenseiter / Freundschaft / Tiere
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Welpen sollten bei den Menschen eigentlich fürsorgliche Besitzerinstinkte hervorrufen, so wie der kleine braun-weiße Terrier mit seinen Schlappohren und den großen Kulleraugen auf dem Cover des Kinderbuches vorgestellt wird. Stattdessen kümmern sich die Straßenhunde um ihn, allen voran der ehemalige Polizeihund Restreppo, ein graubrauner Schäferhund, und der weiße Pudel Matze, die ihn auf dem Cover flankieren, sowie Bulli, die cremefarbene Bulldogge. Alle sind das Leben auf der Straße gewöhnt, liefern sich Kämpfe mit der dicken Katze Bernie und ihrer Gang um die besten Essensreste in der Mülltonne oder mit den gefährlichen Ostend-Hunden und deren Anführerin, der Dobermannhündin Lenchen, auf der anderen Flussseite. Auch neugierige, munter Fußball spielende Ratten tauchen auf.
Maxwell, der lebhafte und flinke kleine Kerl, begegnet ihnen allen voller Arglosigkeit und Freundlichkeit. Vor allem treibt ihn die Sorge um, was aus Blümchen, der kleinen Hundedame, geworden ist und wie er sie wiederfinden kann. Sie hatte ihn aus dem Besenschrank von Mr. Donaldson befreit und ihm gezeigt, was Freundschaft bedeutet. "Wie hast du das geschafft?" fragte er sie und bekam zur Antwort "Freunde geben niemals auf." (S. 13) Das setzt Maxwell nun auch in die Tat um und begibt sich auf Spurensuche ans andere Flussufer, ohne Angst vor der dort wohnenden grausamen Sammlerin zu haben, die Hunden angeblich die Köpfe abhacken soll. Blümchen ist ihm wichtiger und er folgt dem Klang einer weit entfernten Melodie, die ihm so vertraut erscheint.
Wer aufgrund des Covers nach dem Buch gegriffen hat, wird nicht enttäuscht. Die Geschichte ist flott geschrieben, so dass man sie gar nicht aus der Hand legen mag, bevor man nicht den letztlich guten Ausgang kennt. Nicht nur die Hauptfigur Maxwell ist liebenswert, auch alle anderen Tiere zeigen, nach mancherlei Missverständnissen, ihre guten Seiten und sogar für die angeblich grausame Sammlerin gibt es ein Happy End. Teils ist das Verhalten der Tiere realistisch beschrieben - sobald es etwas Gutes zu fressen gibt, missachten sie jegliche Gefahr; teils gibt es ausgesprochen witzige Momente - wie das Fußballspiel der Ratten, das auch die Begegnung mit der feindlichen Ostend-Gang auflockert. Viele eingestreute Illustrationen verdeutlichen die Stimmung, sobald jemand laut wird, sind Großbuchstaben angesagt und die Ereignisse in der Nacht finden auch auf dunklem Untergrund statt. Besonders für Grundschüler zum Selberlesen oder als Klassenlektüre mit verteilten Rollen sehr empfehlenswert.
[OAL 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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