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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Etz, Elisabeth,     
Titel:
Nach vorn
ISBN:
978-3-7022-3700-4  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Seitenanzahl:
208
Verlag:
Tyrolia, Innsbruck
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2018
Preis:
16,95 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Nach einer überstandenen Krebserkrankung fällt es Helene schwer, wieder in ihr "altes" Leben einzutauchen.
[9 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
14 - 15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock für Arbeitsbücherei
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Krankheit / Freundschaft / Gefühle / Sterben / Tod
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Das Buch beginnt an dem Tag, an dem die siebzehnjährige Helene ihren Port heraus operiert bekommt, weil sie nun, als vom Krebs geheilt, beurteilt wird und keine weiteren Behandlungen mehr notwendig sind. Das müsste eigentlich ein wunderbares Gefühl sein. Die lange Zeit der Lebensangst sollte jetzt weg sein. Doch so einfach gestaltet es sich nicht. Helene kann nicht einfach so weitermachen, als wären die letzten anderthalb Jahre nicht gewesen. Ihre Freundinnen haben sie irgendwann nicht mehr besucht und ihre Eltern behandeln sie wie ein rohes Ei.
Helene weigert sich allerdings hartnäckig eine psychotherapeutische Begleitung anzunehmen und auch so eine Art Selbsthilfe-Gruppe für Jugendliche, die in einer ähnlichen Situation waren, möchte sie keinesfalls besuchen.
In der neuen Klasse findet sie zwar schnell ein paar nette Mädel und auch der supergut aussehende Marc wird bald ihr Freund. Helene nennt sich ab jetzt Hel, wie Hölle und möchte einfach die Vergangenheit ausradieren.
Doch das gelingt ihr nicht. Immer wieder merkt sie, dass sie mit den Gedanken abschweift. Lustig gemeinte Mädels- Abende bricht sie plötzlich ab, weil sie das alles nervt und sie es als oberflächlich empfindet.
Auch die Beziehung zu Marc löst sie bald auf. Es kommt ihr alles so vorgespielt vor.
Als sie Thomas kennenlernt, der seinem Vater in der Kneipe hilft, ändert sich allmählich etwas. Er fragt nicht nach ihrer Vergangenheit und sie verhält sich ihm gegenüber auch so. Die beiden stützen sich, drängen sich nicht und verlieben sich allmählich.
Durch die Erzählweise aus der Ich-Perspektive entsteht eine große Nähe zu Helene. Der Autorin gelingt es eine hohe Glaubwürdigkeit zu erzeugen, mit der die Leserschaft die Zerrissenheit von Helene nachvollziehen kann
Die Lektüre ist sicherlich für Leserinnen, die eine ähnliche Situation erlebt haben sehr ansprechend. Doch auch für alle andern, die mit Menschen, die eine lebensbedrohliche Situation erlebt haben, in Kontakt kommen oder mit ihnen befreundet sind, ist dieses Buch sehr zu empfehlen. Es hilft zu verstehen und gibt auch Verhaltenstipps für den feinfühligen Umgang mit schwer erkrankten Menschen.
[9 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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