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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Poznanski, Ursula,     
Titel:
Thalamus
ISBN:
978-3-7855-8614-3  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Seitenanzahl:
447
Verlag:
Loewe, Bindlach
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2018
Preis:
16,95 €   Taschenbuch / Heft / Broschur
       
Inhalt:
Eine abgeschiedene Rehaklinik mitten im Wald, zahlreiche Kilometer von der nächsten Ortschaft entfernt. In dieser Einsamkeit erzielt der Markwaldhof sensationelle Ergebnisse in der Behandlung von Traumpatienten. Auch Timo erholt sich hier rasend schnell von seinem Unfall. Viel zu schnell. Schon bald stellt er fest, dass etwas in der Klinik nicht stimmt. Doch sein Sprachzentrum ist noch immer komplett blockiert, sodass er niemandem etwas davon erzählen kann…
[Arko120 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
14 - 99 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Zukunft / Kriminalität / Medizin / Abenteuer
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
„Thalamus“, der neue Jugendroman der Autorin von „Erebos“ und „Aquila“, ist erneut ein ungemein spannendes Buch, eine Zukunftsvision über ein durchaus in Ansätzen in naher Zukunft mögliches Thema. Der siebzehnjährige Timo hat bei der Fahrt zu seiner Freundin einen Unfall mit dem Motorroller. Er muss in ein künstliches Koma versetzt werden, aus dem er erst nach einiger Zeit wiedererweckt wird. Nur langsam kehren seine motorischen und kognitiven Fähigkeiten zurück. Sein Sprachzentrum ist noch immer vollständig blockiert. Ein Professor der Klinik überredet seine Eltern, Timo in die weit entfernte, komplett abgeschiedene Rehaklinik „Markwaldhof“ verlegen zu lassen. Dort, so erklärt er ihnen, erziele man überragende Ergebnisse bei der Behandlung von Traumapatienten. Doch schon bald merkt Timo, dass die Klinik zahlreiche Geheimnisse birgt. Nur kann er – weiterhin nach seinem Unfall körperlich und geistig beeinträchtigt – weder davon erzählen, noch es niederschreiben… Poznanski gelingt es auf den folgenden Seiten eine gut geschriebene Geschichte um die Ambivalenz medizinischer Forschung zu erzählen, geschickt konstruiert, sprachlich passend. Die Autorin vermeidet es, unbedingt „typische“ Jugendsprache in ihren Roman einzubauen, was mitunter bei zahlreichen Autoren fast immer sehr bemüht, nur wenig realitätsnah und schnell veraltet wirkt. Wären nicht einige Anspielungen an aktuelle Netflix-Serien in „Thalamus“ vorhanden, dann könnte man Poznanskis Sprache schon als zeitlos bezeichnen. Doch auch so ist der Roman ein gelungener, packender Thriller sowohl für Jugendliche als auch Erwachsene. Keine anspruchsvolle Literatur, aber „beste“ Unterhaltung. Sehr empfehlenswert!
[Arko120 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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