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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Mende, Claudia,     
Titel:
Der Rat der Tiere
ISBN:
978-3-943833-20-1  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Brink, Mele
Seitenanzahl:
74
Verlag:
Edition Pastorenplatz, Aachen
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Tom und der Waldschrat
Jahr:
2017
Preis:
17,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Tom, ein neunjähriger Junge, ist auf der Suche nach seinem Gummistiefel. Er ist sich sicher, dass sich nur deshalb seine Eltern so streiten. Gemeinsam mit seinem Freund, dem Waldschrat und den Tieren des Waldes findet er nicht nur seinen Stiefel, sondern lernt auch, dass das Zusammenleben in Familien sowohl in der Menschen- als auch in der Tierwelt nicht immer einfach ist.
[72 19 Nordrhein-Westfalen]
       
Lesealter:
4 - 11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
empfehlenswert
Schlagwörter:
Natur / Umweltschutz / Tiere / Familie
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
„Der Rat der Tiere“ ist das zweite Buch aus der Reihe „Tom und der Waldschrat“. Bei einem Waldschrat handelt es sich um ein Fabelwesen, eine Art Naturgeist, der sich um das Leben im Wald sorgt. In anderen Zusammenhängen wird er auch als derjenige beschrieben, der den Menschen Alpträume in der Nacht bringt. Nicht so der Waldschrat des Buches, der in seiner Funktion sich ausschließlich um das Wohlergehen der Natur und der Tiere im Wald kümmert. Neben dem Waldschrat spielt Tom, ein neunjähriger Junge, die Hauptrolle. Tom ist in der Geschichte unglücklich. Seine Eltern streiten sich und er meint, das er der Grund für die Auseinandersetzungen ist. Denn sein Gummistiefel ist über Nacht plötzlich verschwunden. Eine spannende Detektivsuche geht los – und führt Tom zu den Tieren im Wald. Liebevoll in Bild und Text verfasst helfen die Tiere Tom weit über die Suche nach seinem Stiefel hinaus. Denn als Fuchs, Hase und Wildschwein erzählen, wie sie in Rudeln und Familien aufwachsen, wird schnell klar, dass das Zusammenleben sehr verschieden aussehen kann. Doch wichtig bleibt: Dass die Großen die Kleinen lieb haben,egal was passiert. So erfahren Kinder, die sich mit einer Trennung der Eltern auseinandersetzen müssen, wie nebenbei, dass sie nicht Schuld an den Streitigkeiten der Eltern sind und sich alle Parteien mit einer neuen Lebenssituation arrangieren müssen. An mancher Stelle wirkt der Vergleich allerdings sehr aufgesetzt. Denn das der Waschbärvater sich nicht um sein Kind kümmert, hat zum Beispiel andere Gründe als ein Vater, der sich von seiner Familie trennt und seine Kinder vernachlässigt. Insgesamt hat das Buch verschiedene Erzählstränge, die es schwierig machen, genau zu definieren, was die Autorin sagen möchte. Neben der vermeintlichen Trennung der Eltern, wird zusätzlich der Fuchs vor dem Hausmeister gerettet, der eine Falle aufgestellt hat, damit Tiere nicht mehr den Müll plündern. Genauso verweist der Waldschrat darauf, dass man im Wald kein Feuer machen darf. Auch diese Szene wird auf vielen Seiten dargestellt. Dadurch wirkt die Geschichte ein wenig wirr und nicht stringend genug. Die Illustrationen von Mele Brink machen diese Aspekte allerdings wieder wett. Ein wenig erinnern sie an einen Comic. Die einzelnen Seiten sind dabei so reich bebildert, dass sich vieles auch ohne Wort erschließen lässt. Toll ist auch, dass Ulrich Döhle, Revierförster und 1. Vorsitzender des Bundes Deutscher Forstleute, in einem Nachwort klarstellt, dass Tiere und Wald durchaus naturgetreu dargestellt worden sind, die Autorin beim Verhalten der Tiere aber etwas mogeln „musste“. So wird der Kuckuck auch weiterhin seine Eier in andere Nester ablegen, da er sein Handeln als Tier nicht überdenken kann. Im Buch verspricht der Kuckuck nämlich Einsicht. Insgesamt schon ein empfehlenswertes Buch, allerdings wären etwas weniger Handlungsstränge noch besser gewesen.
[72 19 Nordrhein-Westfalen]
  
       

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