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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Girón, Maria,     
Titel:
Arthur und der Elefant ohne Erinnerung
ISBN:
978-3-8337-4246-0  
Übersetzer:
Bitzer, Nina
Originalsprache:
Spanisch
Illustrator:
Girón, Maria
Seitenanzahl:
48
Verlag:
Goya Lit bei Jumbo, Hamburg
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2021
Preis:
14,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Ein Gedächtnis wie ein Elefant? Aber was, wenn gerade ein Elefant jegliche Erinnerung verloren hat? Zum Glück trifft er Arthur und dessen Freunde.
[JuS 18 Niedersachsen]
       
Lesealter:
4 - 5 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Alter / Freundschaft / Familie / Krankheit
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Arthur geht spazieren, als ihn die Träne eines Elefanten auf den Kopf trifft. Als er den aus seiner Perspektive riesengroßen Elefanten fragt, warum er weint, erzählt dieser ihm, dass er nicht mehr weiß wer er ist. Auch hat er keine Erinnerung, woher er kommt; alle Erinnerungen sind verschwunden. Arthur erkennt die Not des Elefanten und lädt ihn zum gemeinsamen Spielen ein. Eine bunte Schar an Kindern, Freunde Arthurs, kommen dazu. Und so haben sie ganz viel Spaß - bis Arthur auffällt, dass es Zeit ist, nach Hause zu gehen. Seine Familie wartet sicher schon. Und dieses Wort Familie ist das Zauberwort, das dem Elefanten seine Erinnerung zurück bringt.

Maria Girón hat ein liebevoll gestaltetes Buch über Familie, Freundschaft und Zusammenhalt geschaffen. Wie nebenbei wird das Thema Demenz ein zentraler Aspekt der Geschichte, ohne in den Vordergrund zu rücken. Ihre comicartigen Illustrationen, verbunden mit den kurzen Texten, lassen die Protagonisten dieser Geschichte regelrecht vor Lebensfreude und Liebenswürdigkeit sprühen, so dass dem Betrachter beim Anblick der Zeichnungen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert wird ob dieser Ausstrahlung.

Der Elefant weicht rein optisch von den anderen Protagonisten der Geschichte ab: Er ist ein Tier, während die anderen Protagonisten menschliche Wesen darstellen. Auf einer Doppelseite ist der kleine Arthur so groß gezeichnet wie eine Daumenbreite, vor ihm steht ein die ganze Seite ausfüllender Elefant. Aber Arthur hat keine Scheu, denn er erkennt, dass dieser für ihn riesige Gegenpart hilflos ist und keine Gefahr darstellt.

Er und die anderen Kinder verhalten sich empathisch, nehmen sich seiner an und helfen ihm über die Traurigkeit hinweg, indem sie ihn im Spiel ablenken. Intuitiv hat Arthur erkannt, dass diese Ablenkung gut ist, denn er überlegt sich, wie es für ihn wäre in einer vergleichbaren Situation. Erst ganz am Schluss wird deutlich, dass der Elefant ein alter Opa ist und so wird klar, dass die Erinnerungslücken daher rühren. Aber ungeachtet des Altersunterschieds und anderer äußerer Unterschiede verstehen sich alle gut, haben Spaß zusammen und helfen sich gegenseitig. Ein gelungenes Bilderbuch, eigentlich nicht nur für die Jüngsten.
[JuS 18 Niedersachsen]
  
       

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