AJUM Logo
Datenbank
Besprechungen von Kinder-,
Jugendliteratur & Medien




Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
Datenbank

AJuM Datenbank
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW
c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

9391 aktuelle Rezensionen, weitere 74090 Rezensionen im Archiv
Suchtext:
Schlagwörter:
Titel:
Autor
Vorname:
Autor
Nachname:
Illustrator:
Bewertung:
 Einsatzmögl.:
Medienart:
Alter:
Gattung:
 Archiv anzeigen:
Wolgastpreis:
 
Wie suche ich richtig? Wie darf ich die Rezension verwenden? DRUCKANSICHT



Autor:
Lloyd, Natalie,     
Titel:
Die unzertrennlichen Sieben
ISBN:
978-3-446-26617-9  
Übersetzer:
Knuffinke, Sandra/Komina, Jessika
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Sardà, Júlia
Seitenanzahl:
272
Verlag:
Hanser, München
Gattung:
Fantastik
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
15,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Jeweils an einem anderen Wochentag geboren, verfügt jedes Kind der Problemskis über eine besondere Fähigkeit und alle zusammen ergeben einen symphatischen wilden Haufen, der zusammenhält und den Mut hat, jedes noch so große Problem anzugehen und der dem Leser direkt ans Herz wächst.
[mü 18 Niedersachsen]
       
Lesealter:
8 - 15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Familie / Freundschaft / Angst / Gefühle / Komik / Humor / Außenseiter / fantastisch / märchenhaft
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Irgendwo auf der Welt, vielleicht in North oder South Carolina, beginnt eine fantastische Geschichte. Sieben Kinder sorgen dafür, dass ein Boot in einem Sturm in die Tiefe gezogen wird. Mit ihm ein Mann, der einen Schatz, wertvoller als Silber und Gold, bergen will. Was sie nicht ahnen: sie werden beobachtet. Das ist, wie alles begann.

Die Geschichte der unzertrennlichen Sieben hingegen beginnt mit der Zerstörung ihres Zuhauses im Moddermoor, einem Ort, an dem keiner, außer den Problemskis, freiwillig leben will. Es ist der siebte Tag des siebten Monats. Dank der gemeinen Zankranke, einer Züchtung von Sal Problemski, überleben alle Problemski-Kinder diese Explosion. Sal ist der Gärtner, der Erde verbunden, Dora sieht Siebenen und das bedeutet Veränderungen. Sonni ist die Älteste und immer gut gelaunt, Frekki reimt die Geschehnisse auf den Punkt, während Mona hübsch und gemein ist, ihr Talent liegt darin, dass sie im Dunkeln sehen kann. Micky ist Doras Zwillingsbruder und seine Welt sind die Bücher und Duftischatz, so wird Dufte, der kleinste Problemski genannt, kann sich in 365 Pupsvarianten ausdrücken. Der Einfachheithalber sind die Pupse durchnummeriert und helfen den Geschwistern durchaus, einem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

Nachdem ihr Zuhause zerstört ist, machen sich die Geschwister also auf nach Bad Trostlos, um ihr Erbe, die Villa ihres Großvaters, der sieben Jahre zuvor spurlos verschwand, zu beziehen. Doch dort sollen sie innerhalb von 21 Tagen beweisen, dass sie auch tatsächlich Nachkommen von Frank Problemski sind.

Dass die unzertrennlichen 7 dauerhaft in der Hauptstraße Nr. 7 bleiben, möchte Desdemona O’Pinion, die Nachbarin, unbedingt verhindern, denn sie wittert einen Schatz im Haus. Sie setzt alles daran, dass die sieben Kinder in Obhut genommen und auf die sieben Kontinente verteilt werden. Also intrigiert sie mit allen Mitteln. Doch die Bad Trostloser fühlen sich bald zu den unzertrennlichen 7 hingezogen und feiern sogar Doras und Mickys Geburtstagsfest ausgelassen mit.

Ebenso wichtig wie einen Nachweis ihrer Erbberechtigung zu finden, ist die Suche nach dem Schatz. Hier helfen das Nachbarsmädchen Violet und ein purpurfarbenes Eichhörnchen kräftig mit. Während die Kinder mehr und mehr Hinweise finden, geraten sie aber auch in gefährliche Situationen. So klettert Dora, die eine Höllenangst vor Höhe hat, über sich hinaus, um Dufte von einem einsturzgefährdeten Balkon zu retten, was dieser mit einer 115, dem Konfettifurz zu würdigen weiß: klingt wie eine Partytröte und dient der Untermalung feierlicher Ereignisse. Der Geruch erinnert an schimmlige Kartoffeln.

Am Ende des ersten Bandes taucht dann auch endlich zum Leidwesen der fiesen Nachbarin der Vater der Geschwisterschar auf, der als Archäologe berufsbedingt auf Abenteuerjagd war, und so können alle in der Villa wohnen bleiben. Ob und wann die Mutter nachkommt, erfährt man wahrscheinlich im nächsten Band. Ebenso bleibt der Ausgang der Schatzsuche erst einmal offen.

Nicht nur die rasante Handlung macht neugierig auf den zweiten Teil dieser fantastischen Geschichte. Witzige Sprachbilder, Erläuterungen zu den von Dufte losgelassenen Düften oder aber auch den Nebel als den „schrecklichstspannendsten Vorfall seit Jahren“ zu bezeichnen führen dazu, das Buch unbedingt weiterzuempfehlen. Interessant sind auch die von Júlia Sardà gezeichneten Illustrationen, die jeweils einen Moment der Handlung darstellen und in denen es ähnlich wie in Wimmelbildern viel zu entdecken gibt.
[mü 18 Niedersachsen]
  
       

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.