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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Bansch, Helga,     
Titel:
Lisa will einen Hund
ISBN:
978-3-314-10499-2  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Bansch, Helga
Seitenanzahl:
28
Verlag:
Nord-Süd, Zürich
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
15,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Lisa kann sich ihren Eltern gegenüber nicht durchsetzen. Die Wohnung sei zu klein für einen Hund, die Zeit, für ihn zu sorgen, zu knapp. Helga Bansch zeichnet einen ganzen Strauß mit unterschiedlichen Hunden, die alle Lisa gehören könnten. Wenigstens einer soll es dann doch werden.

[uhb 18 Niedersachsen]
       
Lesealter:
4 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Lisa zieht wirklich alle Register, deren ein Mädchen gegenüber den Eltern fähig ist. Zu jeder Geschenke-Gelegenheit hat sie nur einen Wunsch: Lisa will einen Hund. Sie träumt vom Neid der anderen Kinder. Sie bringt Opa ins Spiel. Sie trocknet ab, fegt, räumt ihr Zimmer auf. Sie wird wütend, sie ist so etwas von Eingeschnappt ... Und? Hilft es? Lisa bekommt einen Hund - aus Holz. Lisa bekommt einen aus Stoff, Lisa bekommt einen aus Wolle. Zu ihrem 7. Geburtstag erhält sie drei Hundepuzzle und anderes.
Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, muss sich wohl der Berg bewegen. Lisa hat eine Idee, nach der alle nur gewinnen können. Und genau so kommt es auch.

Helga Bansch beschränkt sich in ihren Illustrationen auf wenige Details, ohne dass die Bilder langweilig werden. Wenn sie von Opa berichtet, so zeichnet sie ein Foto in einem Album, eingespannt in durchsichtigen Klebeecken und mit gezacktem weißen Rand, wie er bis in die 1950er Jahren üblich war (dort allerdings schwarzweiße Fotos). Lisas Klassenkameradinnen zieht sie Kostüme an mit Kopfbedeckungen, die Hundeohren verbergen, während Lisa selbst auf einem graugrünen Dackel, groß wie ein Flugzeug, mit ‚ihrem' Hund spaziergeht und Apportieren spielt.

Banschs Menschen haben alle etwas zu große Nasen, die Haare sind nicht ausgestaltet, Strähnen nur angedeutet. Lisa selbst hat rote Haare und Wangen und die Augen sind groß und weiß mit grauer Pupille. Eine echte Identifikationsperson also, die mit Beharrlichkeit ihr Ziel verfolgt und - zusammen mit der Autorin - erfolgreich dabei ist.

Auf Lisas Idee hätten wir auch kommen können, aber in den meisten Fällen ist es bekanntlich nicht zu spät, wenn man Gutes nachahmt.

[uhb 18 Niedersachsen]
  
       

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