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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Thiele, Jens,     
Titel:
Konrads Traum
ISBN:
978-3-7795-0618-8  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Thiele, Jens
Seitenanzahl:
32
Verlag:
Hammer Peter, Wuppertal
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
16,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Konrad träumt sich durch einen Unfall in eine andere Welt. Die besondere Technik der Bildgestaltung macht das Bilderbuch zu einem Kunstwerk.
[uhb 18 Niedersachsen]
       
Lesealter:
99 - 0 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Die Geschichte des Textes ist eher einfach, fast schlicht. So kann man sich ganz auf die konzentrieren, die die Bilder in ungewöhnlicher Technik erzählen.

Konrad lebt auf dem Land oder ist dort zu Besuch. Als er den Wald erkunden will, fällt er unachtsam in eine Grube. Im Koma erlebt er eine andere Welt, eine, in der ihm aus dem Spiegel ein ähnlicher Junge anschaut. Jener lebt offensichtlich nicht ärmlich wie er selbst, sondern in großen Räumen, und das Kind trägt eine goldene Krone.

Der kurze Text ist auf je einer eigenen Seite in großen Buchstaben Schwarz auf Weiß gedruckt. Wenn sich jedoch der Ort der "Handlung" mehrmals verändert, unterstreicht er den Wechsel mit roten Buchstaben und zugleich schwarzen Personen. Hier blutrote Sorge, dort Anonymität und Austauschbarkeit. Und zurück zum wahren Leben, das doch nur einen Traum abbildet, der sich aus geklebten Papierschnipseln ergibt.

Jens Thiele reißt unordentlich, schneidet selten, und setzt oft mehrere Ebenen übereinander. Nehmen wir das Gesicht von Konrad auf dem Titelbild. Größere Flächen werden durch dunklere überdeckt, sodass sich das Gefühl von Schatten und damit Tiefe ergibt. An den Rissstellen bleiben an einigen Stellen weiße Ränder stehen und holen uns Betrachter zurück, damit wir das Künstliche im Künstlerischen nicht aus den Augen verlieren.

Der Autor und Illustrator Jens Thiele bleibt seiner gewählten Technik seit "Jo im roten Kleid" treu. Das ist gut so.

[uhb 18 Niedersachsen]
  
       

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