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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Zeveren, Michel van,     
Titel:
Zeichne mir einen kleinen Prinzen
ISBN:
978-3-7117-4009-0  
Übersetzer:
Potyka, Alexander
Originalsprache:
Französisch
Illustrator:
Zeveren, Michel van
Seitenanzahl:
44
Verlag:
Picus, Wien
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
14,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
"Ich zeichne lieber das, worauf die anderen nicht achten.", sagt die Mutter zu Schäfchen und macht damit aus einer scheinbaren Schwäche eine nachdenkenswerte und letztlich humorvolle Geschichte, die sehr adäquat illustriert ist.
[uhb 18 Niedersachsen]
       
Lesealter:
4 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock für Arbeitsbücherei
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Auch wenn man Saint-Exupérys "Der kleine Prinz" nicht kennt, ist dies Buch eigenständig zu lesen und anzuschauen. Für die anderen ist es eine herrliche Adaption mit vielen kleinen Zitaten, auf deren Suche man sich machen kann. Es sind die kleinen Dinge des Lebens, die eben dieses liebenswert machen.
Wir sind im Schäfchenkindergarten. Es ist Malstunden, und ein kleines Schaf kann sogar einen Prinzen zeichnen mit goldener Krone und spitzer Nase, die frech nach oben zeigt. "Echt cool!", sagen alle anderen und "Wow!" und "Bitte...zeichne mir einen kleinen Prinzen..." und "Ja, genau!" und "Mir auch." Aber der stolze kleine Zeichner antwortet: "Zeichnet euch die kleinen Prinzen doch selbst!", wohl wissend, dass keiner der anderen so gut malen kann wie er. Und unsere Hauptperson "Schäfchen" schon gar nicht.
Die Geschichte entwickelt sich selbstverständlich anders als die von Antoine de Saint-Exupéry, aber im Kern noch ähnlich. Und es kommt noch etwas hinzu, was man kaum erwartet hätte: Humor. Mindestens beim ersten Anschauen befreit sich bei den erwachsenen Vorlesern sogar ein herzhaftes Lachen.

Für ein Bilderbuch ist das Format eher klein, die Schäfchen eher Karikaturen als ausgezeichnet, die Tiere, die auf zwei Beinen gehen, eher kleine Menschen. Die kurzen Texte sind auf jeder Seite verteilt, die Tiere und die Gegenstände erhalten Erdung durch kleine Inseln aus Erde und Schatten. Eine unauffällige Perspektive öffnet einen Raum, der allerdings nicht weiter ausgestaltet ist. Ganz so also, wie jemand von sich sagt, dass er gar nicht gut zeichnen kann, die anderen aber zu den Bildern sagen: "Wow!" und "Voll cool"!.

[uhb 18 Niedersachsen]
  
       

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