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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Hein, Christoph,     
Titel:
Alles, was du brauchst. Die 20 wichtigsten Dinge im Leben
ISBN:
978-3-446-26273-7  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Berner, Totraut Susanne
Seitenanzahl:
88
Verlag:
Hanser, München
Gattung:
Erzählungen
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
15,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Ohne Altersbeschränkung beschreibt Christoph Hein, was man wirklich braucht. Das geht von einem "Freund" über "etwas Weiches" und "die Clique" bis "verliebt sein". Wenig Text pro Überschrift, sehr passend illustriert.
[uhb 18 Niedersachsen]
       
Lesealter:
6 - 13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Gut, dass wir damals nachschauten, denn unsere Tochter packte ihre Tasche für die 14 Tage auf der Insel auch ganz allein. Kein einziges Kleidungsstück, nur Kuscheltiere, ganz dicht gedrängt, kein Platz für ein Nachthemd oder Wattschuhe oder ein schönes Vorlesebuch. Einen ähnlichen Vorspann macht Christoph Hein für seine folgenden 20 wirklich wichtigsten Dinge im Leben.
Jedes Kapitel wird durch ein ganzseitiges Bild von Rotraut Susanne Berner auf der linken Buchseite eingeleitet und - falls das passt - rechts mit einem farbigen Blatt das alte beendet. Kein Rahmen, keine Kleinigkeiten, kein Suchen-und-finden: Sie beschränkt sich darauf, das folgende Kapitel passend einzuleiten. Die Tante Magdalena zum Beispiel lässt den Ich-Erzähler immer gewinnen. Die Illustratorin zeichnet die beiden als Schachfiguren auf dem passenden Brett, aber die Königin beugt sich hinunter auf den Bauern (oder ist es der Läufer?) und lächelt ihn freundlich an - egal, ob der zur anderen Mannschaft gehört oder zur eigenen.
Dabei war das Gewinnen wohl weniger wichtig als vielmehr die Zeit, die die Tante für das Kind hat. Heutzutage muss man das wohl extra und deutlich erwähnen. So gut und wichtig es ist, dass beide Elternteile arbeiten und ‚ebenbürtig' sind, so früh werden Kinder in die Selbstständigkeit entlassen. Eine Tante Magdalena kann man sehr gut gebrauchen. Oder einen Opa Hermann.
Christoph Hein findet sehr unterschiedliche Dinge und Menschen, die man getrost auch auf eine einsame Insel mitnehmen könnte. Als erstes nennt er "einen Freund", "Mama" kommt erst an zweiter Stelle, sehr früh an Nummer 3 eine Katze und vor der Nummer 20: "Verliebt sein".

Der Autor trifft in der Tat Kerne des eigenen Seins und schafft spielend den Wechsel vom Kind zum Erwachsenen, von sich zu anderen, von Jungen zu Mädchen. Ob die Auswahl jeden glücklich macht, der das Buch liest, sei dahingestellt. Entbehren sollte die 20 Dinge allerdings niemand. Vielleicht finde auch ich für mich noch das eine oder andere darüber hinaus.

[uhb 18 Niedersachsen]
  
       

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