AJUM Logo
Datenbank
Besprechungen von Kinder-,
Jugendliteratur & Medien




Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
Datenbank

AJuM Datenbank
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW
c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

8976 aktuelle Rezensionen, weitere 69803 Rezensionen im Archiv
Suchtext:
Schlagwörter:
Titel:
Autor
Vorname:
Autor
Nachname:
Illustrator:
Bewertung:
 Einsatzmögl.:
Medienart:
Alter:
Gattung:
 Archiv anzeigen:
Wolgastpreis:
 
Wie suche ich richtig? Wie darf ich die Rezension verwenden? DRUCKANSICHT



Autor:
Janisch, Heinz & Binder, Hannes,     
Titel:
Die zweite Arche
ISBN:
978-3-7152-0761-2  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Binder. Hannes
Seitenanzahl:
28
Verlag:
Atlantis bei Orell Füssli, Zürich
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
15,40 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Haben sie je existiert, die Einhörner und Drachen, der Greif und der Pegasus? Oder haben sie die Arche Noahs verpasst und sind nur noch in der Erzählungen der Menschen vorhanden? Nach der Lektüre wissen wir Genaueres.
[uhb 18 Niedersachsen]
       
Lesealter:
4 - 11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Religion; Fantasie; Arche; ausgestorben
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Janischs kurze Geschichte erzählt von denen, die zu spät kamen, um mit Noah und seiner Arche der Sintflut zu entgehen. So meinen die Menschen, dass einige Tiere oder Wesen nur noch in ihrer Vorstellung oder in Erzählungen lebendig bleiben.
Doch Alef, der weitläufig mit Noah verwandt war und den Namen des ersten Buchstaben des hebräischen Alphabets trägt, sammelte sie am Strand: ein Einhorn, zwei Zentauren, ein Pegasus, ein Greif - insgesamt trafen sich acht, wenn man den Zyphius, halb Fisch, halb Drache, nicht mitzählt, die sich an den Bau einer zweiten Arche machten und den Wassermassen trotzten.
Ihre Geschichte war bisher nicht niedergeschrieben, nicht einmal erzählt worden. Das liegt sicher daran, dass sie ihr Leben seitdem eher im Geheimen führen, als Individuen wohl sehnsüchtig erwartet in Geschichten auftreten, nie zuvor jedoch als die Gemeinschaft in der Not, die sie damals bildeten.

Die Bilder von Hannes Binder geben der Erzählung eine Art von Wahrheit. Die Gestaltungstechnik erinnert an Holzschnitte, die später koloriert wurden, wären die Teilflächen nicht extrem fein strukturiert. Der Illustrator nutzt die Schabkarton-Technik, um Räumlichkeit mithilfe von Linien zu schaffen. Seine gewaltigen Sturm- und Regenwolken stehen über einem fast geradlinigem Horizont, die Wellen überschlagen sich kaum und zeigen nur in Strandnähe ihre weißen Kämme, der Regen eine mögliche wilde Wasserbewegung beruhigt.
Die Bilder sind in schwarzen Rahmen eingepasst und lassen unten einen etwas breiteren Rand, der den weiß gedruckten Text aufnimmt. Als dieser davon spricht, dass alle beim Bau der zweiten Arche mithalfen, zeigt Binder, was die Tiere können: Der kräftige Greif biegt die harten Balken zu Spanten, die der kleine Drache mit seinem Feueratem erwärmt, die Zentauren glätten die Latten zu Planken, die Sphinx macht sich am Feuertopf nützlich.

Eine sehr schöne Geschichte voller Fantasie ist hier gelungen, die die Geschichten der Menschen lebendig werden lassen. Die Bilder nehmen der Gedankenbildung der jungen wie älteren Lesern nichts weg, sondern regen sie im Gegenteil noch an.

auf der Auswahlliste zum LesePeter Bilderbuch

[uhb 18 Niedersachsen]
  
       

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.