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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Turkowski, Einar,     
Titel:
Aus dem Schatten trat ein Fuchs
ISBN:
978-3-8369-5666-6  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Turkowski, Einar
Seitenanzahl:
40
Verlag:
Gerstenberg, Hildesheim
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
25,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Den Fuchs treibt eine Unruhe in die noch junge Nacht. Schon bald begleitet ihn ein Paradiesvogel. Beide sind auf der Suche nach Farbe, aber nur einer wird sie finden. Wieder sehr, sehr aufwendig gestaltete Bleistiftzeichnungen von Einar Turkowski.
[uhb 18 Niedersachsen]
       
Lesealter:
4 - 99 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Das Metier von Einar Turkowski ist das Zeichenblatt und der Bleistift. Falsch. Die Bleistifte. Wie viele er für dieses Buch abnutzte, ist nicht bekannt, aber man kann sich gar nicht recht vorstellen, wie viele man allein braucht, um dies tiefe Schwarz zu erzeugen. Ein Duktus ist nirgends erkennbar, Turkowski ist ein Meister. Jetzt aber doch Farbe in seinen Bildern? Nein, der Paradiesvogel bleibt Schwarz-Weiß-Grau wie die Berge, die Landschaft, der Fuchs, die Nacht. Im Impressum bedankt er sich bei Thomke Meyer für das Kolorieren der Tiere, sprich: der Füchse.
Die 18 ganzseitigen Bildern vertieft Turkowski mit Text, der in verkürzten Reihen gedruckt ist und je mit einem Punkt beendet werden (auch wenn der Satz weitergeführt wird). Die Nacht ist erst kurz, aber den Fuchs treibt eine Unruhe, die er nicht so recht deuten kann. Er versucht es mit der Suche nach Farbe und findet auch einen Gefährten für seine Suche, einen Paradiesvogel. Den haben wir uns so ähnlich vorgestellt wie ihn der Illustrator zeichnet, allerdings mit vielen bunten Farben. Dieser hier ist grau und weiß.
Beide suchen das Gleiche, sind selbst aber unscheinbar grau, sodass sie auf den Bildern oftmals erst nach genauem Schauen zu entdecken sind. Dabei findet man auch die bei Turkowski typischen Schilder mit den Zahlen, Buchstaben oder Zeichen, die sinnfrei in der Landschaft stehen oder an Bäumen oder Sträuchern hängen oder in Baumstämme eingeschlagen sind.

So verträumt die Bilder sind, so klar strukturiert ist der Text. Jede Doppelseite nutzt eine für den seitenzentrierten Text, der dreispaltig gesetzt ist. Eine zeigt eine laufende Zahl, die zweite eine vertikale Linie, die dritte einen sechszeiligen Text. Jede Zeile beginnt wie ein Gedicht mit großen Buchstaben, endet mit einem Punkt, auch wenn sinngemäß der Textinhalt weitergeführt wird. Nur wenige Zeilen nutzen Reime, vermeiden Traditionelles aus der Welt der Literatur.

Bilderbücher müssen auch immer etwas für die Erwachsenen bereithalten, die sind schließlich die Käufer. Bilderbücher müssen eine Geschichte erzählen. Das gelingt hier - zwar etwas versteckt - sehr gut. Gute Bilderbücher müssen möglichst mit herausragenden und innovativen Bildern bestechen. Ja, das trifft hier zu.


P. S: Im Buch sollte eine kurze Erklärung über die Entstehung der Bilder stehen, um die Leistung des Künstlers auch auf diesem Weg zu würdigen.

[uhb 18 Niedersachsen]
  
       

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