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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Holzwarth, Werner & Zaeri, Mehrdad,     
Titel:
Mein Jimmy
ISBN:
978-3-86429-420-4  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Zaeri, Mehrdad
Seitenanzahl:
40
Verlag:
Tulipan, München
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
15,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Das Nashorn ist alt, der junge Vogel ist sein Begleiter. Beide zusammen bilden ein perfektes Paar und haben viele gemeinsame Erinnerungen. Dann stirbt das Nashorn - und was wird mit dem Leben? Toll in Szene gesetzt!
[uhb 18 Niedersachsen]
       
Lesealter:
4 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Tod; Generation
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Der Autor war 67 Jahre alt, als er dies Buch schrieb. Da war sein Sohn 5. Die Geschichte klingt wie eine Rechtfertigung, dass seine Lebenserwartung nicht der Norm entspricht. Man teilt (gefälligst) die Lebenszeit in Generationen ein und überspringt keine. Das Kind wird mit einer Art Großvater aufwachsen.
Die Erzählung des Autors handelt von einem alten Nashorn, das mit einem (jungen) Vogel eine Symbiose eingeht: Du befreist mich von lästigen Insekten in meinen Falten meiner Körperhülle, ich belästige dich nicht, ja, ich beschütze dich dafür. Hacki hilft Jimmy, Jimmy macht alles für Hacki.
Immer wieder beschwören die beiden die gemeinsam erlebten Abenteuer, schließen aber den extremen Altersunterschied nicht aus. Ja, ich werde bald sterben, irgendwann. Nein, du musst gar nicht traurig sein, denn das Gemeinsame wird bleiben. Und noch einmal ein Ja: Du wirst weiter leben und neue Erfahrungen machen, die dich in deiner Entwicklung unterstützen werden. Und noch ein Nein: Das Nashorn wird im Buch nicht überleben.

Das Nashorn ist grau gestaltet und mit harten schwarzen Linien gestaltet. Die vielen Falten sind dezenter gestrichelt, aber deutlich sichtbar. Schatten und die Blicke des rechten Auges (das linke werden wir nur einmal beim Zurückschauen über die Schulter sehen) machen es so lebendig wie es die tendenzielle Richtung nach rechts (in der Bildenden Kunst ein Gehen und kein Kommen) vorgibt.
Wenn es an die Erinnerung geht, werden die gestalteten Tiere zu schwarzen Silhouetten ohne Hintergrund. So ist die Erinnerung, so wird sie bleiben. Farben werden ihre Intensität verlieren, Tiere (wie Menschen) auf ihre äußere Umrisse reduziert.

Besonders interessant ist, wie der Sohn des Autors die Geschichte verarbeitete, denn Beginn und Ende werden durch eigene Strichzeichnungen auf Vor- und Nachsatz abgedruckt.
Wenn wir mal die fehlende Zwischengeneration(en) weglassen, so bleibt die Frage: Was von mir wird bleiben in meinen Nachkommen? Auch wenn sie noch nicht aktuell sein sollte.
Unbeteiligte werden die Generationenfrage auch noch anders stellen. Aber das ist nicht das Thema des Bilderbuchs.

[uhb 18 Niedersachsen]
  
       

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