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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Tucker, Zoë,     
Titel:
Ada und die Zahlen-Knack-Maschine
ISBN:
978-3-314-10472-5  
Übersetzer:
Martins, Elisa
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Katstaller, Rachel
Seitenanzahl:
32
Verlag:
Nord-Süd, Gossau
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
16,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Oftmals arbeiten Männer eher in technischen Berufen als Frauen. Wenn nun aber deutlich wird, dass keine Geringere als Ada Lovelace einen maßgeblichen Beitrag zur Entwicklung des Computers geleistet hat, bewirkt dies garantiert Verwunderung. Wie es dazu genau kam und vor allem, was Ada dazu beigetragen hat, wird mit zahlreichen Bildern und kleinen Texten berichtet.
[18gast 18 Niedersachsen]
       
Lesealter:
8 - 13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
für Arbeitsbücherei
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Mädchen / Frau / Technik / Lernen / Geschichte / Computer
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Schon die ersten Seiten der bewegenden Geschichte deuten auf ein Mädchen hin, welches wahrscheinlich eher anderen Hobbys nachgeht, als ihre gleichaltrigen Freunde es tun. Ada liebt es, komplizierte und verschachtelte Mathematikaufgaben zu lösen und empfindet dabei große Freude. Ada kommt aus einer gebildeten Familie. Aufgrund der Zeit, in der es unüblich war, als Mädchen zur Schule zu gehen, sorgte ihre Mutter dafür, eine ausgiebige Bildung für ihre Tochter zu ermöglichen. Als Adas bester Freund Charles ihr in einem Brief von komplizierten Maschinen berichtet, kommen Ada bereits die ersten Ideen und Fantasien. So kommt sie dazu, gemeinsam mit Charles an einer Maschine herumzutüfteln, bis sie letztendlich ein Gerät erfinden, welches besser bekannt ist unter dem Namen „Computer“.

Die Erzählung ist hauptsächlich durch farbenfrohe und aufwändige Illustrationen geprägt. Die Textunterstützung der eher kurzen Passagen wird durch die Illustrationen realistisch und detailgetreu ergänzt. Auffällig dabei ist das Animalische, wobei ein Vogel konsequent auf jeder Doppelseite abgebildet ist. Zudem trägt die Protagonistin durchgehend die gleiche Kleidung was für einen Wiedererkennungseffekt sorgt. Die Geschichte über Ada und wie sie Stück für Stück zum Programmieren des Computers gekommen ist, wird abschnittsweise auf den Doppelseiten erzählt.

Immer wieder gelangt der Leser zu neuen und spannenden Informationen über Ada. Dabei wird auch perfekt initiiert, dass sich dies zu einer früheren Zeit abspielte. Was vor allem appellierend suggeriert werden soll, ist die Besonderheit, dass eine Frau als Pionierin tituliert werden kann. Ich bin der Überzeugung, dass die Bedeutsamkeit der „Frau“ in diesem Zusammenhang, den Autoren hervorragend gelungen ist.

Es lässt sich eindeutig festhalten, dass dieses Bilderbuch nicht nur anregend und eindrucksvoll gestaltet ist, sondern auch informieren und aufklären will. Die Textpassagen nehmen im Verlauf an Quantität zu, sodass sie schlussendlich auf der letzten Doppelseite aus einer kurzen Biographie über Ada Lovelace und Charles Babbage bestehen. Diese Kurzbiographie ist meines Erachtens besonders elementar, um die Geschichte in vollen Zügen verstehen zu können. Bei dem Einsatz im Unterricht könnte daher angeregt werden, vor dem ersten Vorlesen der Geschichte, diese informierenden Seiten als Erstes einzuspielen. Dies dient einem leichteren und schnelleren Verständnis der Relevanz der damaligen Zeit und der damit verbundenen Besonderheit der Erfindung.

Die Art und Weise, wie ein solch komplizierter und nicht sofort greifbarer Plot erzählt und dargestellt wird, ist eindrucksvoll. Durch das harmonische Zusammenspiel von Bild, Text und Inhalt, ist das Bilderbuch nicht nur in Grundschulklassen einsetzbar. Der sachliche Gegenstand bzw. Informationen über ein uns heute selbstverständliches Thema werden kurz und knapp erklärt. Aus diesem Grund sorgt das Buch für erste Auseinandersetzungen mit dem Thema der Wissenschaft und Erfindungen zu Zeiten, in denen der Frau noch eine andere Stellung in der Gesellschaft zugeordnet war.
(Paulina Ballé, Niedersachsen)
[18gast 18 Niedersachsen]
  
       

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