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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Dölling, Beate/Laget, Didier,     
Titel:
Zuckerkringel-Ferien mit Marie
ISBN:
978-3-423-71827-1  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Tourlonias, Joëlle
Seitenanzahl:
160
Verlag:
dtv, München
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
7,95 €   Taschenbuch / Heft / Broschur
       
Inhalt:
Kaum ist Max mit seinen Eltern und seinem älteren Bruder Ben in ihrem französischen Urlaubsort angekommen, macht er einen Erkundungsgang an den Strand. Dort begegnet ihm die gleichaltrige, einheimische Marie, die mit einem Bauchladen ausgerüstet, ein süßes Gebäck verkauft und die Max von Anfang an sehr gefällt. Schnell entwickelt sich zwischen den beiden eine enge, liebevolle Freundschaft. Oder mag Marie etwa ihren holländischer Freund Luuc lieber als ihn?
[MlMs 18 Niedersachsen]
       
Lesealter:
8 - 11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Familie / Freundschaft / Liebe
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Die Protagonisten Max und Marie, beide 10 Jahre alt, lernen sich gleich an Max' erstem Urlaubstag am Strand des französischen Ferienortes Vic sur Mer kennen. Zwischen ihnen entwickelt sich schnell eine zarte Liebesgeschichte, deren Entwicklung einen Erzählstrang des Buches ausmacht.

Einen weiteren bildet Maries Absicht, das Pony, auf dem sie reiten gelernt hat, vor dem Verkauf zu retten. Dafür benötigt sie viel Geld, das sie durch den Verkauf von Chichi, einem süßen Gebäck mit Vanillegeschmack, zu verdienen versucht. Hier kommt die neu entstandene Freundschaft zwischen Marie, Max und Luuc, einem holländischen Freund von Marie, zum Tragen, denn sie muss sich in vielerlei Hinsicht bewähren. Auch wenn Marie als toughes Mädchen immer ein klein wenig die Führung übernimmt, so kann ihr Vorhaben nur erfolgreich sein, wenn sich alle drei mit ganzer Kraft dafür einsetzen. Jeder leistet dazu einen Beitrag entsprechend seinen individuellen Fähigkeiten, und es gilt das Motto: „Zusammen sind wir stark.“ Der im Mittelpunkt stehende Zusammenhalt unter Freunden sowie das ganze verwirrende „Gefühlschaos“ des Verliebtseins bietet für die Leser*innen die Möglichkeit, sich mit den Hauptfiguren zu identifizieren.

Dieses Buch ist ein Gute-Laune-Buch, das einfach ein großes Lesevergnügen bereitet, kurzweilig und sehr einfühlsam erzählt. Besonders charmant ist, dass die Leser*innen so nebenbei einige Wörter oder kurze Redewendungen in französischer oder holländischer Sprache lernen können. Bemerkenswert ist außerdem, dass in dieser Geschichte soziale Medien oder Mobiltelefone keine Rolle spielen, sie werden schlichtweg nicht erwähnt. Auch die aufgeschlossen und kameradschaftlich agierenden Eltern von Max und Ben sind erwähnenswert, denn sie gehen in bewundernswerter Weise auf die Bedürfnisse ihrer beiden Jungen ein. Die von den Eltern eingeforderten sogenannten Familienaktivitäten werden mehrfach abgeschmettert: „Wir haben hier doch alles“, sagt Ben. „Es ist so schön hier“, sagt Max. „Macht ihr doch zu zweit einen Ausflug.“ Plötzlich sehen sich die Eltern vor der ungewohnten Situation, viel Zeit für sich zu haben, weil Max und Ben ihre Ferien sehr selbstständig gestalten.

Den Autoren gelingt es wunderbar, durch die schnell aufeinander folgenden Ereignisse, einen mitreißenden Lesefluss zu erzeugen und dem/der Leser*in das Gefühl zu vermitteln, stets mitten im Geschehen zu sein. Immer neu auftretende, die Situation verändernde Geschehnisse erzeugen eine fortwährende Spannung, die bis zum Schluss anhält. Dazu trägt sicherlich auch die gewählte Erzählzeit, das Präsens, einen gewissen Teil bei.

Sehr gelungen sind die Illustrationen, die im Wesentlichen eher sparsam mit kleinen Details auftauchen, manche Seiten sind ganz farbig unterlegt. Dominierende Farben dabei sind sonnengelb und graublau, die an den Sand am Strand und den blauen Himmel am Meer denken lassen. So wird die besondere Urlaubsatmosphäre an diesem Badeort nicht nur durch die in 27 kurzen Kapiteln erzählte Geschichte transportiert, sondern zusätzlich durch die anschaulichen Bilder.
[MlMs 18 Niedersachsen]
  
       

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