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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Erbertz, Christina,     
Titel:
Die Helikopterbande und das Raubtier aus China
ISBN:
978-3-407-81235-3  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Weikert, Claudia
Seitenanzahl:
160
Verlag:
Beltz, Weinheim
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
12,95 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Ist der Chinesischlehrer echt? Wie findet man den Pandabären im Wald? Darf man zu Papa in den Helikopter steigen, obwohl Mama das verboten hat? Diese Fragen stellt sich Fenja mit ihren Freunden und ihrer Freundin und erlebt dabei viel Aufregendes.
[ake 18 Niedersachsen]
       
Lesealter:
8 - 11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / Arbeitswelt / Beruf / Arbeitslosigkeit / Behinderung / Detektiv / Familie / Freundschaft
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Fenja erzählt die Geschichte mit vielen Dialogen. Dieses macht das Erzählte sehr lebendig. Sie kommt hervorragend mit ihrem Klassenkameraden Wilhelm zurecht, den sie nach seiner Krankheit, dem Asperger Syndrom, liebevoll Aspi nennt. Ihm muss man klare Anweisungen geben, dann führt er auch das durch, was man von ihm möchte. Da eine kurze klare Ansage nicht jeder machen kann, gibt es sehr viele Missverständnisse, die für humorvolle Einlagen sorgen. Zum Beispiel werden ihm Luftballons übergeben, weil sie nicht mitgenommen werden dürfen, mit den Worten: „Die müssen weg.“ Prompt lässt Aspi die Ballons los, die darauf in den Himmel fliegen. Dieses löst bei Noah einen Kreischanfall aus.

Mit der Kreischerei setzt Noah bei seiner überbehütenden Mutter seinen Willen durch. Der Siebenjährige ist froh, dass er endlich Freunde gefunden hat, auch wenn sie ein paar Jahre älter sind als er. Von ihnen wird er ernst genommen und seine Mutter vertraut ihnen.

Durch die sehr selbstbewusste und selbstständige Zoe, die sehr gewählt spricht, bekommen die Kinder einen kurzen Einblick in die Hartz-IV-Problematik. Sie begreifen langsam, dass es auch Leute gibt, die sich nicht alles leisten können und um jeden Cent feilschen müssen.

Alle vier Kinder lernen sich bei einem Chinesischkurs kennen. Bald bekommen die Kinder heraus, dass es mit dem Chinesisch des Lehrers nicht weit her ist. Außerdem hat er viele Kratzer an Händen und Armen. Wo die nur herkommen? Und dann ist da noch ein entlaufener Pandabär im Wald unterwegs, auf den eine Prämie ausgesetzt ist, die sowohl Zoe als auch Fenjas Großvater Nobby kassieren möchte.

Ein weiterer Handlungsstrang ist die professionelle Helikopterfliegerei von Fenjas Opa und Papa. Die Mutter hat panische Angst, dass ihre Familienangehörige helikoptern. Fenja analysiert die Angst der Mutter und versucht Lösungsansätze zu finden.

In 16 Kapiteln wird eine kurzweilige Abenteuergeschichte erzählt. Viele Probleme, Ereignisse und Schicksale werden angerissen. Die typisch Berliner Schnauze erleben die Lesenden durch einen Busfahrer. Die Ausdrucksweise von Opa Nobby (Bullen für Polizisten, Zweideutigkeiten und Tipps, wie man ohne Fahrkarte fährt) ist sehr zweifelhaft, kommt aber Gott sei Dank nur einmal vor.

Die Kapitel bauen aufeinander auf. Am Kapitelende hat man gleich Lust aufs Weiterlesen, weil es so spannend ist. Das Ganze mit einem ordentlichen Schuss Humor macht das Buch sehr lesenswert.

Auf dem Einband sind in knalligen Farben Teile aus der Geschichte (Helikopter, Pedelecs und die Kinder) detailreich gezeichnet.

Jedes Kapitel beginnt mit einer ganzseitigen Schwarz-Weiß-Zeichnung, die zum Inhalt passt. Leider fehlt ein Inhaltsverzeichnis. Dabei haben die Kapitel Überschriften, die neugierig machen.
[ake 18 Niedersachsen]
  
       

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