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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Booth, Abigail,     
Titel:
wild gefärbt
ISBN:
978-3-258-60177-9  
Übersetzer:
Korte, Eva
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Diverse
Seitenanzahl:
160
Verlag:
Haupt, Bern
Gattung:
Sachliteratur
Reihe:
Jahr:
2018
Preis:
26,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Eine Technik, die seit tausenden von Jahren bekannt ist: Stoffmaterialien mit Pflanzenteilen färben - und sie anschließend in Nützliches verarbeiten. Wer das Buch liest, anschaut, durchschaut, den juckt es sofort, sich an eine Nachahmung mit eigenen Schwerpunkten zu machen.
[uhb 18 Niedersachsen]
       
Lesealter:
14 - 99 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock für Arbeitsbücherei
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Die Autorin geht offensiv damit um, dass sie zu der Gruppe der Macher*in gehört, der Person, die ausprobiert, versucht, ändert, ergänzt: "Mein Umgang mit Stoffen ist naiv und experimentell" schreibt sie in der Einleitung. Gut, sie hat selbstverständlich Vorbilder, aber die Neugier, das Suchen ist ihr Eigenes. Nun hat sie ein Buch darüber geschrieben, um andere Menschen anzustecken.
Ihr Buch gliedert sie in fünf Teile. Etwa ein Viertel des Umfangs braucht sie für die Einleitung, in der sie darstellt, dass Stoffe tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sind. Sie stellt die Grundausstattungen für das Färben und für das Nähen und die Textilpflege vor und sie bereitet die Färbung in drei Schritten vor: entschlichten - beizen - Sud ansetzen.
Die folgenden vier Teile nennt sie ‚Kapitel', die sie in immer gleicher Art behandelt. Schauen wir uns beispielhaft das 2. Kapitel an, nämlich die Färberpflanzen aus dem Garten (dem Balkon). Sie benennt die Pflanzen, die sie für die Färbung der Stoffe benutzt(e): Wau (reseda luteola), Mädchenauge, Krapp, Waid und andere, färbt die Stoffe wie beschrieben und beschreibt Schritt für Schritt, wie man aus den gefärbten Stoffen einen Erntebeutel und/oder einen Gartenkittel näht. Die Farbsuche in der Natur beschränkt sich auf den Sommer und den Herbst, aber das Material wird auch haltbar gemacht, bewahrt in Gläsern oder anderen geschlossenen Gefäßen in dunklen (Keller-) Räumen.

Das Sachbuch setzt den Text zweispaltig auf die Seite und füllt, bebildert wie unterbricht ihn mit Fotos, die nicht nur die Autorin und ihre Arbeitsumgebung zeigen, sondern den Arbeitsanweisungen eine zusätzliche Dimension geben. Allein wegen der Fotos kann man das Buch liebhaben: Sechs Personen werden für diesen Bereich über dem Impressum genannt, fast alle sind weiblich (Lucy Augé, Kyle Bookes, Dean Hearne, Tina Smith, Jeska Hearne, Sophie Allen).
Selbstverständlich gibt es einen Anhang, in dem Farben in Bezug gesetzt werden mit den möglichen Färberpflanzen, einem Glossar, möglichen Bezugsquellen sowie einem Stichwortverzeichnis.

Für die Schule, für den Textilunterricht wie dem der Kunst ist dies Buch in großen Teilen ein besonderer Gewinn. Der gilt nicht nur für die Lehrkraft, sondern er animiert auch Schüler*innen der Sekundarstufe II, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und kann dem Bereich ‚Facharbeit' einige gute Themen liefern.

[uhb 18 Niedersachsen]
  
       

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