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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Frank, Astrid,     
Titel:
Uli unsichtbar
ISBN:
978-3-8251-5164-5  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Kehn, Regina
Seitenanzahl:
92
Verlag:
Urachhaus, Stuttgart
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2018
Preis:
14,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Auf Zahlen kann Uli sich immer verlassen, nicht aber auf die Kinder in seiner Klasse, bei denen er sich unsichtbar fühlt.
[LK 18 Niedersachsen]
       
Lesealter:
6 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Freundschaft Außenseiter Mobbing
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Uli Unsichtbar ist der Titel des Buches, als ob Unsichtbar ein Nachname wäre. Zusammen mit der farbigen Illustration des Umschlages auf Vorder- und Rückseite wird das Gefühl des sich unsichtbar Fühlens dargestellt. Alle Kinder auf der Abbildung sind auf verschiedene Weise in Verbindung miteinander, nur ein Junge geht allein über den Schulhof und wird von niemandem wahrgenommen.
In 14 kurzen Kapiteln wird die Geschichte von Uli erzählt, der mit seinen Eltern umzieht und nach den Sommerferien eine 3. Klasse in einer neuen Schule besucht. In den Ferien findet er schnell zwei Kinder in der Nachbarschaft, mit denen er sich befreundet. Seine beiden Freunde verschwinden in der Schulzeit zu ihren Freunden und Uli fühlt sich unsicher und allein. Als die Schule beginnt, ist Uli so aufgeregt, dass er statt seines Namens beim Vorstellen nur ein "Uhu" herausbekommt. Aufgrund desssen wird er von einigen Kindern gehänselt, als sei er ein Uhu. Das führt schon dazu, dass Uli in manchen Situationen einen Uhu sieht, der ihn hämisch auf der Tafel sitzend, anblickt. Eines Tages kommt ein neues Mädchen in die Klasse mit gleichem Namen, da sie Ulrike heißt. Es ergibt sich, dass beide Ulis nebeneinander in der Klasse sitzen. Ulrike ist mit ihrer natürlichen, selbstbewussten und direkten Art sofort anerkannt in der Klasse. Die beiden Ulis mögen sich sehr und Ulrike steht auch vor den anderen Kindern zu ihrer Freundschaft mit Uli. Nachdem die Lehrerin realisiert, wie unwohl sich Uli in der Klasse fühlt und dass er gemobbt wird, entwickelt sie mit den Kindern Regeln für den Umgang in der Klasse für alle. Diese werden auf einem Plakat festgehalten und sind als solches auch im Buch enthalten.

Beurteilung:
Auf einfühlsame Weise wird das Thema Außenseiter und Mobbing dargestellt. Dabei wird der Protagonist nicht als Opfer dargestellt, sondern es werden einzelne Erlebnisse und Deutungsmuster von Uli erzählt, die dazu führen dass von Seiten der anderen Kinder und von Uli selbst die Rolle als Außenseiter und Mobbingopfer manifestieren. Somit wird das Thema differenziert beleuchtet und das Ende zeigt eine Lösungsperspektive auf, die in einer Schulklasse praktisch umgesetzt werden kann. Das Buch ist eine ideale Einstiegsmöglichkeit, um in einer Lerngruppe das soziale Lernen zu unterstützen.

[LK 18 Niedersachsen]
  
       

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