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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW
c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Reynolds, Jason,     
Titel:
Asphalthelden
ISBN:
978-3-423-64078-7  
Übersetzer:
Hansen-Schmidt, Anja
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Seitenanzahl:
192
Verlag:
dtv, München
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
12,95 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
In dem Bändchen werden 10 skurrile Kurzgeschichten erzählt, die alle von Kindern oft auf ihren Schulwegen oder deren Umfeld berichten. Alle Geschichten sind unabhängig voneinander und haben doch Vieles gemeinsam, oft stehen Außenseiter im Mittelpunkt.
[PM 16 Hessen]
       
Lesealter:
10 - 13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock für Arbeitsbücherei
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Außenseiter / Angst / Freundschaft / Gewalt / Schule / Schüler / Streit / Konflikt
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
In den Kurzgeschichten, die Jason Reynolds erzählt, geht es u. anderem um die „Superkurzhaargang“, deren einziges Ziel ist es, Pennys zu klauen, aber damit am Ende überraschenderweise die krebskranke Mutter des Bandenführers mit einem Eis zu beglücken.
Einmal geht es um Pia, die ständig auf dem Skateboard unterwegs ist, die sich immer neue Kunststücke ausdenkt; das ist ihr Leben. Eines Tages wird sie von fiesen Jungs gestoppt, die ihr Skateboard zerstören. Doch Unterstützung kommt von unerwarteter Seite.
Auch die Geschichte von Bryson ist erstaunlich, der sich tatsächlich traut, seinen Kumpel TY auf die Wange zu küssen.
Alle Protagonisten haben ihre eigenartigen Probleme zu bewältigen, und doch werden die Kinder so gut charakterisiert, dass man sich beim Lesen gut mit ihnen indentifizieren könnte. So werden Ängste, Mobbing und Homophobie, Krebserkrankungen, Gefängnisaufenthalte bis hin zu Demenz thematisiert und mit einer sprachlichen Leichtigkeit transportiert.
Der Autor schafft es außerdem, die doch schwierigen Themen durch seine Figuren und aus deren Sicht glaubhaft zu thematisieren. Dabei setzt er viele unterschiedliche Erzählformen, wie Rückblenden, Listen, Tagebuchaufzeichnungen und wechselnde Perspektiven ein.
Ein rundum gelungenes Erzählbändchen, das in jede Schulbibliothek gehört, vielleicht auch im Unterricht einsetzbar ist. Interessant wäre es auch mit offenen Enden zu arbeiten, um den Schüler*innen alternative Schlussfolgerungen entwickeln zu lassen. (siehe Schreibanlässe).
[PM 16 Hessen]
  
       

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