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Autor:
Belitz, Bettina,     
Titel:
Aqua Mystica - Ruf der Meeres
ISBN:
978-3-96129-165-6  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Seitenanzahl:
316
Verlag:
Edel Germany GmbH,
Gattung:
Fantastische Erzählung
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
15,99 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Vicky wächst bei ihrem Onkel Till auf. Ihre Eltern sind bei einem Unfall ums Leben gekommen.
Allerdings unterscheidet sie sich von den anderen Mädchen ihres Alters: Ihr Gang wirkt unbeholfen, ihre Augen stehen etwas hervor, ihr Gehör ist wesentlich schärfer als das anderer Menschen. Im Wasser fühlt sie sich deutlich wohler als an Land. ..
Sie ist überglücklich, als ihr Onkel sie auf eine Expedition nach Mexiko mitnimmt. Till ist Taucher uns soll eine Cenote erforschen. Nach und nach erfährt und erlebt Vicky, dass sie selbst zu den Wasserwesen gehört.
[hjo 16 Hessen]
       
Lesealter:
10 - 15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / fantastisch / märchenhaft / Freundschaft / Gefühle / Mädchen / Frau / Natur / Umweltschutz / Spannung
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Die Erzählung beginnt mit einer Auseinandersetzung zwischen Vicky und ihrem Onkel Till: Vicky möchte unbedingt mit nach Mexiko, um bei der Erforschung einer Cenote dabei zu sein. Aber Till und seine Freundin Sandra leisten erbittert Widerstand. Doch Vicky gibt sich damit nicht zufrieden. Im Verlauf dieser Auseinandersetzung erfährt der Leser einige Einzelheiten über Vicky: Ihre Haare ringeln sich als wären sie Schlangen, ihre Haut trocknet schnell aus, ihre Augen tränen schnell …
Sie fühlt sich vor allem im Wasser wohl, das ist ihr Element. Merkwürdig sind auch die Spalten hinter den Ohren, die hin und wieder bluten und die die Ärzte vor ein Rätsel stellen.

Mit ihrer Hartnäckigkeit gelingt es Vicky ihren Onkel umzustimmen: Till und Sandra sind mit der Reise einverstanden, machen aber strenge Auflagen. Vor allem in Mexiko soll sie sich unbedingt an die Anweisungen der Erwachsenen halten.
Vicky stimmt den Auflagen zu. Allerdings fühlt sie sich in Mexiko geradezu mystisch von der Cenote angezogen. Sie hat das Gefühl, dass sie von einem Wesen im Wasser der Cenote gerufen wird.
Anfangs hält sich Vicky an die Anweisungen von Till und Sandra. Allerdings hält sie es bald nicht mehr aus, sich von der Cenote fern zu halten. Heimlich nähert sie sich der Cenote und erschrickt fürchterlich, als plötzlich ein unbekanntes Wesen, halb Fisch, halb Mensch, aus dem Wasser auftaucht. Erschrocken flieht sie ins Lager zurück.
Sie traut sich nicht, Till und Sandra von der Begegnung zu berichten.

Als sie erfährt, dass die Taucher in der Cenote einen großen Raubfisch gesehen haben und diesen mit einem Netz gefangen haben, packt sie die Verzweiflung: Sie fühlt sich mit diesem Wesen, das sie als Meermann ansieht, verbunden und kann es nicht ertragen, dass es getötet wird.
In einer nächtlichen Aktion taucht sie in das Wasser der Cenote und schneidet das Netz durch.

Nach dieser Befreiung beginnt das- zunächst heimliche - Zusammenspiel zwischen Vicky und dem Meermann. Er lehrt sie durch ihre Kiemen zu atmen, unternimmt mit ihr Ausflüge durch das Wasser der Cenote bis hin zum Meer und beschützt sie vor Gefahren.
Allmählich verändert sich Vicky: Ihre Haut bekommt eine neue Farbe, sie trocknet auch schneller aus; im Wasser werden ihre Beine zu einer Schwimmflosse.
Bald kann sie ihr Geheimnis nicht mehr verbergen. Von Till und Sandra erfährt sie ihre tatsächliche Herkunft: Sie wurde als Baby am Rand eben dieser Cenote gefunden und von Menschen aufgenommen. Vicky würde gern bei Till und Sandra bleiben, doch die Anziehung des Wassers ist wesentlich stärker, und der Tag des Abschieds kommt.

Dadurch dass es Vicky ist, die diese Geschichte erzählt, erfährt der Leser gleichsam hautnah ihre Gefühle: ihre Ahnungen, ihre Freude, Verzweiflung, Unsicherheit, ihre Ängste und auch die unglaubliche Anziehungsmacht der Cenote und des Meermanns. Bettina Belitz wählt eine ausdrucksstarke Sprache, die zu der Hauptperson passt und das Geschehen authentisch wirken lässt. Es gelingt ihr auch den Spannungsbogen ständig zu steigern. Nach und nach erfährt der Leser weitere Einzelheiten über Vicky, welche die Probleme zunächst verschärfen.
[hjo 16 Hessen]
  
       

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