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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Steinleitner, Jörg,     
Titel:
Die Barfuß-Bande und die geklaute Oma
ISBN:
978-3-401-60475-6  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Kohl, Daniela
Seitenanzahl:
160
Verlag:
Arena, Würzburg
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
13,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
"Wenn Du Sorge hast, dass die Sommerferien langweilig werden könnten, hast du zwei Möglichkeiten: 1) Du kannst abwarten und sehen, ob sie langweilig werden. Oder: 2) Du gründest eine Bande für echt komplizierte Fälle. Welche ist die bessere Möglichkeit?"
Die spannende Detektiv- bzw. Freundschaftsgeschichte für Kinder ab acht Jahren bereitet fast genauso viel Vergnügen, wie selbst im Sommer durch Wiesen, Wälder und Seen zu streifen und Abenteuer zu erleben.
[hel 16 Hessen]
       
Lesealter:
8 - 11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / Detektiv
       
Anmerkungen:
auch als Vorlesebuch geeignet
       
Beurteilungstext:
Aus der Erzählerperspektive wird über die neu gegründete Barfußbande, die aus Corvin, Kiki, Ben, Tanne besteht auf 160 Seiten geschrieben. Es besteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Jungen und Mädachen, alle im Alter zwischen neun und elf Jahren, so dass beiderlei Geschlechter sich als Leser angesprochen fühlen können. Die Handlung von Jörg Steinleitner besteht aus 17 Kapiteln, die mit zahlreichen ansprechenden, witzigen Illustrationen von Daniela Kahl aufgelockert wird. Die Zeichnungen sind in warmen Brauntönen gehalten und greifen den Witz, die Spannung und die Freundschaftsgeschichte emotional auf. Beim Lay-Out wurde auf eine für Leseneulinge angepasste Gestaltung geachtet (Flattersatzdruck, Großdruck, viele Illustrationen zum Verweilen etc.), wobei es nicht explizit für Erstleser geeignet ist.
Die Handlung ist als richtige Abenteuergeschichte gestaltet: der erste Fall der Bande: Tannes Oma Schnitzel ist verschwunden. Es wird verdächtigt, observiert, ein "Geisterhaus", ein gestohlener Traktor und der "Höllenjäger Motorrad-Club" entdeckt. Dabei kristallisieren sich verschiedene Verdächtige mit Motiv heraus, wobei sich der Barfußbande die Frage stellt, "Wie nimmt man die Verdächtigen fest?" Gut, dass im Dorf Karl Zimmerscheid wohnt, der einerseits Bauer ist, aber andererseits der Chef vom Bayerischen Landeskriminalamt und sogar Polizeipräsident ist. Der überlegt sich eine gerechte Strafe für die Übertäter und Oma Schnitzel und ihr Motorrad tauchen auch wieder auf. Zum Schluss essen alle buttrige Schnitzel mit Zitrone obendrüber und rot-weiße Pommes dazu.
Jörg Steinleitner wählt eine bildhafte Sprache, die die Kinder die Geschichte direkt miterleben lässt: "Die Barfußbande schleicht weiter in den dunklen Flur. Sie sieht fast nichts, weil da kein Fenster ist und das Licht nur spärlich durch die Ritzen unter den Türen durch die gelbe Scheibe in der Haustür scheint. Da ist die Küchentür. Oh wie die knarzt." Die Lebendigkeit der Handlung gelingt Steinleitner durch die vielen wörtlichen Reden, die das Lesen einfacher machen. Worterklärungen über das Zubehör eines Detektivbüros, oder was z.B. eine Asservatenkammer ist, ergänzen im Text das Lesevergnügen und erweitern den Wortschatz der Lesenden. Zu Beginn und am Ende des Buches werden die Leser direkt angesprochen. So gibt es am Schluss weitere Rätsel, die die Barfußbande lösen könnte bzw. die Lesenden selbst weiter erzählen könnten.
Medial gibt es das Kinderbuch auch als Hörbuch, von Daniela Kahl gibt es zwei kleine Filme, wie ihre Zeichnungen entstehen und Jörg Steinleitner hält auch einen Barfußbanden-Rap auf seinem Akkordeon bereit.
Ein insgesamt herrlich-abenteueriches Sommerkinderbuch - auch sehr zum Vorlesen in verschiedenen Kindergruppen geeignet.
[hel 16 Hessen]
  
       

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