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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Jägerfeld, Jenny,     
Titel:
Comedy Queen
ISBN:
978-3-8251-5189-8  
Übersetzer:
Kicherer, Brigitta
Originalsprache:
Schwedisch
Illustrator:
Seitenanzahl:
247
Verlag:
Urachhaus, Stuttgart
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
17,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
In dem Buch werden die Erfahrungen eines 12-jährigen Mädchens mit dem Selbstmord ihrer Mutter geschildert, die erst vor kurzer Zeit verstorben ist. Das Mädchen versucht seine Situation durch Ziele in einer Liste ihrer Vorsätze zu kompensieren, z.B. will sie Stand-up-Comedian werden. Sehr eindringlich beschreibt die Autorin Ängste, Verzweiflung, Schuldgefühle des Mädchens in einer Art Tagebuchroman.
[PM 16 Hessen]
       
Lesealter:
10 - 15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Familie / Sterben / Tod / Mädchen / Frau / Freundschaft / Angst
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die 12-jähige Sascha, die den Verlust ihrer verstorbenen Mutter verkraften und verarbeiten muss. Ihre Mutter war depressiv geworden und hatte sich das Leben genommen. Sie lebt mit ihrem Vater in Schweden, ist quasi eine Außenseiterin, die sich zu wehren weiß, und sie hat eine gute Schulfreundin, Märta. Sasha ist sehr zielstrebig, verletzlich, aber auch mutig.
Um den Verlust zu kompensieren hat sich Sascha vorgenommen, Stand-up - Comedian zu werden und sie hat sich eine Liste von 7 Vorsätzen aufgeschrieben, die sie eisern einhalten will. Dazu gehört u.a., dass sie sich ihre langen Haare abschneiden lässt, dass sie keine Bücher mehr lesen will – ihre Mutter hatte sehr viel gelesen. Außerdem will sie nicht mehr in einen Wald gehen und sie will kein lebendiges Wesen mehr betreuen, weil sie Angst vor dem Verlust des Lebens hat. Sie unterdrückt auch alle Tränen, selbst wenn manche Lebenssituationen zum Weinen sind.
Mit Hilfe des hilfsbereiten Onkels (Ossi) kommt sie zu einem ersten Auftritt als Comedy Queen. Außerdem helfen ihr die Sitzungen bei einer jungen unkonventionellen Psychiaterin, sich aus dem selbst auferlegten Gefängnis zu befreien. Sie kann endlich ihren Schmerz ausleben, ihre Ängste vertreiben und sich zuversichtlicher auf ihr Leben einlassen.
Das Buch ist eine schwierige Gradwanderung der Beschreibung der Verlustängste eines jungen pubertierenden Mädchens, das sich trotz der schwierigen Situation nicht unterkriegen lässt.
Der Autorin gelingt es durch einen trockenen Humor und witzigen Episoden in eindrucksvoller Weise das schwierige Thema gut zu beschreiben. Sie selbst leitet eine psychologische Praxis in Stockholm und deshalb kann sie viele eigene Erfahrungen mit einbringen.
Insofern ist das Buch sehr zu empfehlen
[PM 16 Hessen]
  
       

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