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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Lima de Faria, Alice,     
Titel:
Flattervogelfest
ISBN:
978-3-95854-123-8  
Übersetzer:
Schöps, Kerstin
Originalsprache:
Norwegisch
Illustrator:
Lima de Faria, Alice
Seitenanzahl:
48
Verlag:
Mixtvision, München
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
17,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Den besten Freund verraten, um dazu zu gehören und endlich mal auf einem Fest dabei zu sein? Oder ist Freundschaft doch wichtiger?
[kol 16 Hessen]
       
Lesealter:
4 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Außenseiter / Freundschaft
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Fledermaus Flapps und ihr Freund Mark (der zwar als Wurm erkennbar ist, aber nicht als solcher benannt wird) spielen jede Nacht miteinander. Eines Nachts hat Mark jedoch plötzlich keine Lust mehr aufs Spielen mit Flapps und erklärt ihr, er müsse jetzt schlafen, weil er am nächsten Tag zum Flattervogelfest eingeladen sei. Ein Fest nur für die, die tagsüber wach sind und eine Einladung haben. Aber Flapps will auch zum Fest und so stibitzt sie ihrem schlafenden Freund kurzerhand die Einladung und stellt seinen Wecker ab. Am Tag sieht dann für Flapps alles aufregend anders aus. Die Vögel, die ihrem vermenschlichten Tagesablauf nachgehen, muten an wie aus pastelligen Farbklecksen entstanden. Sie haben eher Arme statt Flügel, mitunter schräge Frisuren und meist ein Lächeln unter ihren sattgelben Schnäbeln. Die Festgäste dann hingegen sind alle rosa und haben sich zwar verkleidet bzw. «herausgeputzt», aber «[…] sehen hier alle gar nicht fröhlich aus […]». Schnell muss Flapps noch ein Geschenk besorgen, ohne das sie nicht eingelassen wird, weshalb sie den immer noch schlafenden Mark in Papier einwickelt und auf den Geschenkeberg legt. Auf dem Fest wird Flapps deutlich nur geduldet und ist mittlerweile so müde, dass sie dauernd einschläft. Schließlich wollen die Vögel sie nicht mehr mitspielen lassen und sie verlässt das Fest, aber ohne Mark ist alles fade und es plagt sie das schlechte Gewissen, ihren einzigen Freund verschenkt zu haben. Also eilt sie zurück zum Fest. Gerade noch rechtzeitig, denn es stellt sich heraus, dass Mark ein Teil des Buffets sein sollte. Alles geht gut und in der Nacht haben die Freunde wieder großen Spaß miteinander.
Die handgeletterten Textblöcke sind dialoglastig, erzählt wird mit kurzen, klaren Sätzen. Die Bilder zeigen das Notwendige mit klaren Linien, erzählen manchmal auch über den Text hinaus, aber es bleibt auch viel Weiß, sodass alle Details gut wahrnehmbar bleiben. Die Geschichte ist witzig und das Überraschungsmoment, dass Mark nicht als Gast, sondern als Leckerbissen zu dem Fest eingeladen war, wird auch bei mehrmaligem Lesen nicht langweilig, eher ist es sogar spannend, die vorgelagerten Hinweise zu entschlüsseln. Und neben dem Thema Freundschaft können noch einige andere entdeckt werden, so dass dieses gelungene Bilderbuch viele Gesprächsanlässe zu bieten hat.
[kol 16 Hessen]
  
       

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