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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Müller, Hanna/Stollmaer, Hannah/Swiderski, Carla,     
Titel:
Nennen wir dich doch Piepmatz. Ein Ausflug in die Welt der Vögel.
ISBN:
978-3-8337-4000-8  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Anders, Nele
Seitenanzahl:
52
Verlag:
Jumbo, Hamburg
Gattung:
Sachliteratur / Sachbilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
16,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Weil der junge Vogel Piepmatz seine Familie sucht, macht sich Opa Geert mit ihm auf einen unterhaltsamen und lehrreichen Spaziergang durchs Dorf und in die nähere Umgebung. Sie begegnen vielen Vögeln, angefangen vom kleinen Zaunkönig im Feld, über den trommelnden Specht im Wald bis hin zum seltsamen Flug des Turmfalken. Schließlich findet Piepmatz zwar nicht seine Familie, aber ein neues Zuhause.
[SRAn 16 Hessen]
       
Lesealter:
6 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Tiere / Natur / Umweltschutz
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Opa Geert geht eigentlich nicht spazieren, sondern als moderner Rentner nutzt er ein Elektromobil, von ihm Scooter genannt. So ist er auf dem Markt unterwegs, um Einkäufe zu erledigen, als ihm der kleine Vogel direkt auf den Schoß fällt. Nun machen sich die beiden auf, um die Vogelwelt der näheren Umgebung zu erkunden. Glücklicherweise treffen sie bei ihrer Fahrt auf meist sehr gesprächige und je nach Temperament vorlaute, freche und neugierige Vertreter der Vogelwelt: Da ist das Buchfinkenpaar, das sich energisch über den Krach der lautstark zwitschernden und spielenden jungen Meisen beschwert. Über den überraschenden Fund von Gewölle (ausgespuckte, halbverdaute Knöchelchen u.ä.) stoßen Opa Geert und Piepmatz auf die Schleiereule mit ihren fünf Kindern oben im alten Glockenturm, die ziemlich verschlafen dort hocken, weil sie nachtaktiv sind und zudem mit ihrem lautlosen Flug beeindrucken.
Die Fahrt der beiden führt sie in überraschend unterhaltsamer und origineller Weise durch verschiedene Biotope, in denen die Vögel zuhause sind: Los geht es bei der alten Eiche im Dorf, weiter über die Streuobstwiese zum Teich, wo der Graureiher versucht Fische zu fangen. Dann zum Bauernhof, wo sie den Hühnern begegnen und sogar den sehr seltenen geschützten Kiebitz hören können. Und schließlich kommen sie über Feldwege in den Wald, wo ihnen neben den trommelnden Buntspechten noch der Kuckuck mit seinen stechend gelben Augen begegnet.
In die dialogreiche und lustige Geschichte fließen viele Informationen über die jeweiligen Vögel ein, denn diese stellen sich selbst vor und betonen ihre Besonderheiten, sei es im Aussehen oder in den Fressgewohnheiten u.a.
Zudem gibt es weitergehende Informationen oder Erläuterungen in vom normalen Fließtext abgesetzten Info-Kästen, die sich im Layout und in den Illustrationen organisch einfügen – hier findet man z.B. Erläuterungen zu Schnabel- oder Fußformen, zu verschiedenen Vogeleiern, zu Flug- und Schwimmweisen, zu Vogelfamilien wie z.B. den Rabenvögeln. Und es gibt sogar ein Backrezept für ein Süßgebäck, die. „Leipziger Lerchen“!
In den Illustrationen dominieren naturgemäß die Farben von Erde, Wiese, Wald und Bäumen, viel grün und braun. Während Opa Geert und die weiteren menschlichen Figuren eher unspezifisch und flächig gezeichnet sind, trifft die Illustratorin die Besonderheit der jeweiligen Vögel sehr gut, sowohl in den Proportionen wie auch der Federzeichnung und dem Habitus.
Wer sich auf die Geschichte einlässt, die sich mit recht viel Text auf 50 Seiten ausdehnt, wird belohnt mit viel neuem Wissen über unsere heimische Vogelwelt, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten bedroht ist. Oder wer kennt denn noch die Vögel aus dem alten Kinderlied: „Alle Vögel sind schon da… Amsel, Drossel, Fink und Star…“?
Dieses Buch macht große Lust sie zu entdecken und zu schützen
[SRAn 16 Hessen]
  
       

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