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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
de Beer, Fedor,     
Titel:
Das Buch der 1269 Wünsche
ISBN:
978-3-423-76154-3  
Übersetzer:
Bach, Bettina
Originalsprache:
Holländisch/Niederländisch
Illustrator:
zeichenpool
Seitenanzahl:
182
Verlag:
dtv junior, München
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2016
Preis:
12,95 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
1269 anonyme Schicksale, 1269 Wünsche und Ängste. Ein Kinderroman der unter die Haut geht.
Johanna hat es sich zu Lebzeiten zur Lebensaufgabe gemacht, die letzten Wünsche der 1269 Kinder, die in Sobibor im Jahr 1943 gestorben sind stellvertretend für Und nun ist es sie zu leben.
Nun ist es an ihrer Enkelin Marit diesen Weg weiter zu führen…
[JuMei 10 Baden-Württemberg]
       
Lesealter:
12 - 15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Weltkrieg / Wünsche / Angst / Familie
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Die Idee, die hinter diesem Buch steckt, ist fantastisch. Traurig, ergreifend, mitfühlend und teilweise auch beängstigend, wenn man das Schicksal dieser vielen Kinder immer wieder miterlebt und die vielen Wünsche, die für einen Großteil von uns so „normal“ sind liest.
Johanna wurde als jüngste Tochter einer im KZ umgekommenen jüdischen Familie und als einzige Überlebende des Kindertransports in das Vernichtungslager Sobibor im Juni 1943 gerettet.
Sie und ihre Mutter haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Wünsche stellvertretend für die vielen gestorbenen Kinder zu leben und festzuhalten.
Nach ihrem Tod erbt die 13-jährige Marit ein altes Medaillon, das ihre Oma niemals aus der Hand gegeben hatte. Als Marit das Schmuckstück neugierig öffnet, sieht sie darin eingraviert rätselhafte hebräische Schriftzeichen. Und dann entdeckt sie in einem alten Karton unzählige Postkarten, die Johanna im Laufe ihres Lebens an unterschiedliche Kinder geschrieben haben muss. Wenig später findet Marit deren Namen wieder: auf einer Gedenktafel für die jüdischen Opfer des Kindertransports von 1943. Nach und nach kommt Marit einem lange gehüteten Familiengeheimnis auf die Spur, dass sie zurück in die Zeit des Holocaust führt.
Wer in diesem Buch Spannung sucht ist sicherlich enttäuscht, aber es fesselt. Einige Schicksale und die dazugehörigen Wünsche sind etwas hart, und sollten gegebenenfalls mit den jungen Lesern zusammen aufgearbeitet werden.
Einband und Aufmachung dieses Buches sind absolut gelungen und auch die Schreibweise ist für die jungen Leser absolut geeignet.
[JuMei 10 Baden-Württemberg]
  
       

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