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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Arsenault, Isabelle,     
Titel:
Albert will lesen
ISBN:
978-3-314-10518-0  
Übersetzer:
Schaub, Anna
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Arsenault, Isabell
Seitenanzahl:
40
Verlag:
Nord-Süd, Gossau
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
15,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Die kleinen Strolche sind zurück - Neues von Mile-End.
[AHM 15 Hamburg]
       
Lesealter:
4 - 7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Freundschaft / Gefühle / Kindheit
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Mit „Albert will lesen“ liegt das zweite Buch der Mile-End-Reihe der kanadischen Autorin und Illustratorin Isabell Arsenault vor. In Vierfarb-Druck-Illustrationen schildert die Autorin ein Leben und Wahrnehmen der Kinder zwischen Stadt und Meer aus der Perspektive der Hauptfiguren. Der Cliffhanger aus einer simplen Alltagsbeschäftigung – Albert sucht einen Platz zum ruhigen Lesen – entwickelt eine Dramaturgie aus den alltäglichen Kleinigkeiten, deren Komik durch das Zusammentreffen von Kindern im städtischen Raum entsteht. Diese Kleine-Szenen-Komik erinnert erfrischend an die Klassiker der „little Rascals“ und offenbart die Vielfalt, Komik und Imaginationskraft einer urbanen Kindheit.
Die Welt der Kinder dieser Straße kommt auch hier ohne Erwachsene und ohne große Entwürfe aus. Sie konzentriert sich völlig auf den Blick Alberts, auf seine Wahrnehmungen, die das Blumeneintopfen oder Skateboardfahren anderer Kinder zu seinem Radius machen, innerhalb dessen er sein Vorhaben unterbringen muss. Diese Kleinigkeiten wirken jedoch universell, weil sie an so selbstverständlich scheinende Alltagssequenzen anknüpfen, welche das Leben der Kinder wohl aller Kontinente prototypisch kennzeichnet.
Die Leserin kann durch die exponierte Stellung der Bilder, die nur durch die Sprechblasen und onomatopoetische Sprache ergänzt werden, in die Wahrnehmung Alberts völlig eintauchen – und das Geklapper und Geplapper der Puppeneltern, die Pings und Pongs des Badmintonschlägers oder die Musik der tanzenden Kinder als belustigendes wiederkehrendes Motiv der Ruhestörung ausmachen.
Ein solches Hineinversetzen in die konkrete und detaillierte Wahrnehmung der Welt von Kindern in ihrem Alltag ist wahrlich ein Meisterstück. Dieses Buch ist nicht für Kinder gemalt und erzählt, sondern es erzählt wahrhaftig die Kinderwelt selbst, die zu entdecken sich aus der Perspektive der Kinder wahrlich von der der Erwachsenen unterscheidet.
„Albert will lesen“ macht Lust auf eine Fortsetzung der Geschichten von Mile End, die Isabelle Arsenault schon angekündigt hat.
[AHM 15 Hamburg]
  
       

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