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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Dickreiter, Lisa-Marie/ Götz, Andreas,     
Titel:
Berti und seine Brüder. Das coolste Haustier der Welt
ISBN:
978-3-7891-1071-9  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Renger, Nikolai
Seitenanzahl:
60
Verlag:
Oetinger, Hamburg
Gattung:
Erstlesebuch
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
8,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Eine einfache, aber in der Einfachheit gut erzählte Geschichte über ein besonderes Haustier.
[Christoph Jantzen 15 Hamburg]
       
Lesealter:
6 - 7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Tiere / Familie
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Wer Bücher für den allerersten Leseanfang schreibt, ist sehr begrenzt in Umfang, Wortschatz, Satzbau. Jeds Wort muss gut überlegt sein, um ein gutes Erstlesebuch zu schreiben. Lisa-Marie Dickreiter und Andreas Götz gelingt dies mit dem ersten Band einer neuen Erstlesereihe über Berti und seine Brüder.

Berti hat vier große Brüder: Harald, Sture und Erik, genannt: Die Wikinger. Und Berti als Jüngster hat unter diesen doch arg zu leiden. Als sie ein Haustier wollen, plündern sie Bertis Sparschwein und kaufen einen Flusskrebs – für mehr hat das Geld nicht gereicht. Der ist aber langweilig und so wollen sie ihn nach draußen zum Bach bringen. Da verschwindet die Box mitsamt Krebs im kanalisierten Rohr. Alle vier haben darin Angst, aber Berti überwindet sich und holt so den Krebs wieder nach Hause zurück. Nachdem der Krebs tot erscheint und sich gehäutet hat, werden Berti und der Krebs gemeinsam glücklich.

Die Geschichte an sich ist nicht besonders aufregend, doch durch die knappe Erzählweise gewinnt sie einerseits an Dynamik, ist andererseits funktional für erste Buch-Leseerfahrungen. Interessant wird die Geschichte durch das besondere Haustier, die etwas skurrile Geschwistersituation und kleine, aber feine Spannungsbögen. Besonders gelungen ist auch das Zusammenspiel von Text- und Bildebene, denn die Bilder von Nikolai Renger setzen nicht nur um, was im Text steht, sondern übernehmen wesentliche eigene Erzählanteile, etwa durch die Ausgestaltung der Figuren, ergänzende kleine Erzählelemente, aber vor allem auch für die Vorstellungsbildung. So sind zwei Doppelseiten, in denen Berti im Kanalisationsrohr ist, komplett schwarz, man sieht nur weißen Text und einzelne Augenpaare. Auch der Flusskrebs wird in interessanter Weise vermenschlicht dargestellt, indem z. B. die "Arme" verkreuzt werden. Die leichte Skurrilität im Text finden in den Bildern ein Pendant, so dass hier ein gelungenes Erstlesebuch in sehr einfacher Sprache entstanden ist, ohne dass die Geschichte simpel ist.
[Christoph Jantzen 15 Hamburg]
  
       

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