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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Inglot, Jacek,     
Titel:
Eri und das Ei des Drachen
ISBN:
978-3-96177-054-0  
Übersetzer:
Ehrhardt, Karin
Originalsprache:
Polnisch
Illustrator:
Graboś, Anita
Seitenanzahl:
300
Verlag:
Woow Books, Hamburg
Gattung:
Fantastik
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
16,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Einst lebten Drachen und Menschen friedlich zusammen, doch dann bekämpften sie sich, und am Ende haben sich die Drachen in ein fernes Land zurückgezogen. Doch dann taucht ein Drachenei auf, und ein machtgieriger Zauberer möchte es haben, denn wer einem frisch geschlüpften Drachen einen Namen gibt, der kann für immer seine Macht und Kraft für sich nutzen.
[G. Stenzel 15 Hamburg]
       
Lesealter:
8 - 11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / fantastisch / märchenhaft / Freundschaft
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Eri ist ein unauffälliges und hilfsbereites Mädchen, das nicht ahnt, dass es besondere Kräfte hat. Doch die "Wissende" Mafalda, die seit einiger Zeit in der Nähe von Eris Dorf im Wald lebt, spürt es. Das Drachenei befindet sich in ihrer Obhut, aber der böse Zauberer Widukind, dem sie das Drachenei entwenden konnte, ist ihr auf den Fersen. Sie schickt Eri mit ihrem Gehilfen Frappel, einem Gnomen, auf eine gefährliche Reise zu ihrer Schwester Wannafee.
Auf dieser Reise treffen die beiden auf andere Wesen, die ihnen helfen und mit ihnen weiterziehen, aber auch auf die Eisenwölfe, die Widukind ihnen hinterschickt, und auf die Warane, die die Stadt der Gnome bedrohen.
Der kleine sympathische Trupp, der sich zusammenfindet, erinnert an Dorothee und ihre Begleiter in "Der Zauberer von Oz". Jeder und jede hat eine Aufgabe und muss sich beweisen, aber allen wird auch eine Sehnsucht erfüllt.
Dass das Abenteuer gut ausgeht, ist bei einem Kinderbuch dieser Prägung fast selbstverständlich. Noch während der Reise schlüpft der Drache und wird von Eri "Micha" genannt, der Name ihres kleinen Bruders, nach dem sie solche Sehnsucht hat. Und am Ende kommt die Drachenmutter Meris zu Hilfe und vernichtet Widukind. Und Eri muss zwar Abschied von dem kleinen Drachen nehmen, was ihr sehr schwer fällt, aber sie kann endlich wieder zu ihrer Familie. Auch wenn dieses Wiedersehen nur von kurzer Dauer sein wird, denn sie wird bald eine Ausbildung bei Mafalda erhalten.
Diese abenteuerliche Reise ist zugegebenermaßen nicht sehr ungewöhnlich für ein fantastisches Abenteuer, aber sie ist stimmig und stimmungsvoll, atmosphärisch dicht und überzeugend in der Figurenzeichnung geschrieben. Die Wesen, die Eri um sich schart, sind unterschiedlich, aber alle sehr liebenswert. Die Landschaften mit ihren Besonderheiten, die Verweise auf die Geschichte dieser fantastischen Welt und die Zusammenhänge und magischen Mächte sind überzeugend gestaltet.
Eri ist ein Kind in der Tradition des romantischen Kindes. Sie hat Zugänge zum Wunderbaren, sie ist einfühlsam und erkennt, was richtig und was falsch ist. Tiere haben Zutrauen zu ihr, wie das Reh, das die kleine Gruppe begleitet, nachdem Eri sich seines angenommen hat. Und Micha, der kleine Drache, ist bei ihr gut versorgt und aufgehoben.
Die Zeichnungen von Anita Graboś sind zauberhaft: Meist Vignetten, mal auch ganzseitige Schwarz-Weiß-Zeichnungen im Stil der Kinderbuchillustration der 1950er und 1960er Jahre zeigen liebevoll die wandernde Gruppe oder die Landschaften und Orte.
Gudrun Stenzel
[G. Stenzel 15 Hamburg]
  
       

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