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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Brause, Katalina,     
Titel:
Die Bartfrau
ISBN:
978-3-499-21036-5  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Schüttler, Kai
Seitenanzahl:
157
Verlag:
Rowohlt, Reinbek
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
9,99 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Wenn die Kinder den Ansprüchen der Eltern nicht gerecht werden, dann rufen sie die Bartfrau. Als diese bei Jonathan auftaucht wird schnell klar, dass hier erst einmal die Eltern lernen müssen und die Kinder das erleben, was sie verdient haben: eine phantasievolle Kindheit.
[kst 15 Hamburg]
       
Lesealter:
6 - 11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Angst / Familie / Gefühle / Streit / Konflikt
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Jonathan ist ein ganz normales Kind. Doch mit diesem Durchschnitts-Kind wollen sich seine Eltern nicht zufrieden geben. Denn um gegenüber der Außenwelt zu glänzen, brauchen sie ein perfektes Kind. Zu diesem Zweck rufen sie die berüchtigte Bartfrau um Hilfe. Jonathan ist entsetzt, aber was er auch tut und wie sehr er sich auch bemüht, er kann den Erwartungen seiner Eltern nicht gerecht werden. Der Einzige, dem Jonathan Vertrauen schenken kann, ist sein Hamster. Eines Tages steht nun die Bartfrau vor der Tür. Doch wider Erwarten geht es nicht Jonathan an den Kragen, sondern seinen Eltern. Diese müssen erst einmal beweisen, dass sie selbst so großartige Sportler, Mathematiker, Musiker und Tänzer sind, wie sie es immer von ihrem Sohn erwarten. Jonathan hingegen darf mit der Bartfrau Kindheitsträumen nachjagen und seine Kindheit genießen. Allmählich wird auch Jonathans Papa klar, dass sein Kind genau so perfekt ist, wie er ist. Nur Jonathans Mutter hat einen ganz anderen Plan im Kopf.
Dies ist ein Buch mit stark erhobenem Zeigefinger – und zwar gegenüber den Eltern. Die Eltern, getrieben vom eigenen Ehrgeiz oder dem Druck der Gesellschaft, erwarten Höchstleistungen von ihrem Kind, das doch eigentlich genau so perfekt ist, wie es ist: freundlich, liebenswert und interessiert an seiner Umwelt und seinen Mitmenschen. Bereits auf den ersten Seiten wird klar: Kein Kind kann den Ansprüchen dieser Eltern gerecht werden. Und auch „Victoria-Brimboria Meier-Carlton-Schießmichtot“ von nebenan nicht. So überzogen wie die Namen der Nachbarn sind auch die Ansprüche ihrer Eltern. Und genau in dieser Übertriebenheit ergründet sich das Anliegen der Autorin: Kinder sollen so genommen werden, wie sie sind. Eltern sollten sich ihrer Ansprüche (und auch den eigenen Leistungen) noch einmal ganz klar werden. Ein Hoch auf eine unbeschwerte Kindheit, auf ein vertrauensvolles, liebevolles Eltern-Kind-Verhältnis und eine Pflichtlektüre für alle überambitionierten Eltern!
[kst 15 Hamburg]
  
       

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