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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Wiechmann, Heike,     
Titel:
Die verrückte Reise ins All
ISBN:
978-3-7373-3413-6  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Wiechmann, Heike
Seitenanzahl:
44
Verlag:
Fischer Sauerländer / Meyers / Duden, Frankfurt/Main
Gattung:
Erstlesebuch
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
7,99 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Emma, Emil und Fips spielen Raumfahrt. Und da kommt tatsächlich ein Raumschiff und nimmt sie mit...
[cja 15 Hamburg]
       
Lesealter:
6 - 7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
fantastisch / märchenhaft / Abenteuer
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Fantastik im Erstlesebuch hat es nicht leicht, denn es bleibt wenig Raum, um fantastische Welten zu entfalten. Heike Wichmann gelingt es in diesem Buch durch die Kombination des Text- und Bilderzählens wunderbar, in einfacher Sprache und doch komplex eine fantastische Weltraumreise zu erzählen:

Auf dem Spielplatz spielen Emma, Emil und der Hund Fips Raumfahrt. Zum Spaß ruft Emma in ein altes Radio: "Hilfe! Wir sind vom Planet Junius und wollen zurück nach Hause!" Das hört R17X und holt die drei mit seinem Raumschiff ab. Sie verstehen sich gut, und R17X spricht zwar viele Sprachen, aber das Verb "spielen" kennt er nicht. So kann er nicht verstehen, dass der Hilferuf nicht echt war. Der Planet Junius entpuppt sich als eine Welt, in der menschliche Wesen leben könnten, auch wenn die Wesen dort anders sind. Und trotzdem wollen alle drei wieder zurück zur Erde. Dort lernt R17X, was Spielen bedeutet und dass Eis gut schmeckt.

Die Geschichte ist an sich schlüssig, hat Spannungsmomente und Situationskomik. Sprachlich ist sie in einfachen Sätzen gehalten und enthält nur wenige Lesebarrieren, so dass das Buch für viele Kinder schon in der ersten Klasse gelesen werden kann.

Durch die Bilder bekommt das Erzählte Gestalt. Sie entlasten die Texterzählung, so brauchen wir z. B. keine Beschreibung von R17X, da wir ihn sehen können: Wurmkörper mit zwei Beinen und vier Armen, neben den zwei Augen im Gesicht gibt es auch noch zwei Stilaugen. Körperfarbe: Grün. Auch die Welt auf Junius muss nicht im Text dargestellt werden, da wir sie sehen können: Exotische Pflanzen und Tiere, aber ansonsten sehr ähnlich wie unsere Welt. Dem wird auf einer Zwischenlandung kurz die Kargheit des Mars gegenübergestellt. So bekommen die Bilder hier eine ganz eigene Erzählfunktion, die das Bild-Text-Gefüge sehr verdichtet. Vielleicht spielt dabei eine Rolle, dass Text und Bild aus der gleichen Hand stammen?

Insgesamt liegt hier also ein gelungenes Erstlesebuch vor, das deutlich macht, dass in diesem Genre durch ein gemeinsames Erzählen von Text und Bild viel gewonnen werden kann.

Christoph Jantzen
[cja 15 Hamburg]
  
       

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