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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Pannen, Kai,     
Titel:
Zombert und die Zahnfee Pupsinella
ISBN:
978-3-86429-431-0  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Pannen, Kai
Seitenanzahl:
48
Verlag:
Tulipan, München
Gattung:
Erstlesebuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
8,95 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Eine wunderbare, etwas alberne Erstlesegeschichte, bei der Text und Bild sinnvoll zusammenarbeiten.
[Christoph Jantzen 15 Hamburg]
       
Lesealter:
6 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
fantastisch / märchenhaft
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Klar, der Pfurz und das Pfurzen als Motiv in der Kinderliteratur ist in den letzten Jahren en Vogue, und man kann sich sicher sein, dass viele Kinder dieses Motiv komisch finden werden - vielleicht ganz im Gegensatz zu ihren Eltern. Aber Erstlesebücher richten sich an Kinder und nicht an ihre Eltern.

Bei Kai Pannen wird nun das Pfurzen ins Zentrum der Erzählung gestellt:
a) Es ist der Ausgangspunkt: Die Fee Pupsinella hat einen Rosengarten mit Stinkepulver verzaubert und muss nun zur Strafe 144 Kinderzähne einsammeln. 143 hat sie schon, als sie zu Zombert - einem Zombie, der aber Licht und Sonne liebt - und Konrad - einem unter herkömmlichen Kategorien gesehen normaler Junge - kommt. Konrad ist gerade ein Zahn ausgefallen. Nun hat Pupsinella zwar ihre 144 Zähne zusammen, sie sind aber zu schwer, als dass sie mit ihnen nach Hause fliegen könnte. Pupsinella beschließt also, erstmal bei Zombert und Konrad zu bleiben.
b) Es ist das Problem: Leider pupst Pupsinella immer wieder und das stinkt fürchterlich. Also beschließen Zombert und Konrad zu handeln. Dafür müssen Sie zu Ignaz, um Zauberbohnen zu klauen. Das gelingt, aber als Pupsinella davon ganz viel isst, wird sie dick und schwer und kann nun erst recht nicht mehr fliegen.
c) Es ist die Lösung; ABER: Bohnen führen bekanntlich zu Blähungen und nach einer gewissen Zeit ist es auch bei Pusinella so. Die Schubkraft reicht nun problemlos, damit Pupsinella mitsamt der 144 Zähne nach Hause fliegen kann.

Über die Handlung mag man vielleicht geteilter Meinung sein, die Darstellung der Handlung ist jedoch für ein Erstlesebuch sehr gelungen: Pannen erzählt in einfachen Worten und kurzen Sätzen, ohne dass dies redundant erscheint. Immer wieder ergeben sich aus dem Text Komik und Witz oder auch Spannung:

"Es gibt auch üble Monster. [...] Sie spuken auf dem urururalten Friedhof herum. Es sind Gestalten der Finsternis und Kälte. So glauben die Menschen."

Aber besonders sind auch die Bilder. Sie arbeiten dicht mit dem Text zusammen und so wird die Geschichte in ihren Facetten durch beide Medien erzählt: Text und Bild. Dadurch kann der Erzähltext entlastet werden, was Leseanfänger*innen sehr entgegenkommt. In origineller Weise werden die Monster dargestellt, die Räume sind mit liebevollen Details ausgestattet und bisweilen auch - humorvoll - beschriftet. So finden wir im Buch die (originalen?) Grabsteine von Graf Drakula, Frankenstein, Marie Shelley und vielen weiteren bekannten "Gruselwesen".

Für den ersten Band der Reihe "Zombert und der mutige Angsthase" wurde Kai Pannen mit dem Preuschhofpreis für Kinderliteratur ausgezeichnet.

Insgesamt liegt hier also ein gelungenes Erstlesebuch vor, das für viele Kinder sicherlich ein humorvolles Leseerlebnis bereithält.
[Christoph Jantzen 15 Hamburg]
  
       

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