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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Marmon, Uticha,     
Titel:
Das stumme Haus
ISBN:
978-3-7373-5825-5  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Kehn, Regina
Seitenanzahl:
207
Verlag:
Fischer Sauerländer / Meyers / Duden, Frankfurt/Main
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2021
Preis:
14,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Plötzlich darf niemand mehr das Haus verlassen. Was tut man bloß mit soviel Zeit. Aber als aus dem Nachbarhaus Notsignale kommen, wird es sehr spannend für Nikosch und seine Geschwister.
[ISCHE 14 Bremen]
       
Lesealter:
8 - 13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Freundschaft / Abenteuer / Fremde Kulturen / Pandemie
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Im Kaninchenbau tobt das Leben. Das Haus in dem Nikosch wohnt trägt diesen Namen, weil viele Menschen und Kinder aller Herren Länder hier wohnen. Die Kinder fühlen sich hier sehr wohl, denn jeder unterstützt jeden und es gibt jede Menge Spielkameraden. Doch plötzlich, von einem Tag auf den anderen, ändert sich alles. Uticha Marmon beschreibt eindringlich, wie sich das Leben der Menschen durch die Covid-Pandemie verändert, insbesondere für Kinder. Eingewoben in eine Kriminalgeschichte vermittelt sie den Lesern die Veränderung der Welt, ohne die Angst vor dem Virus zu schüren. Ihr Protagonist ist Nikosch, er erzählt die Geschichte der Veränderung in der Ich-Form. Leise aber kontinuierlich schleicht sich die Veränderung in sein Leben und nachdem die anfänglich schöne schulfreie Zeit nicht mehr schön erscheint, spricht er davon, dass er sich in der Ewigkeit befindet. Seine Zeit zuhause, ohne Kontakte, mit Ausgehverboten und riesigen Einschränkungen vermittelt ihm dieses Gefühl und er weiß, dass es die Ewigkeit sein muss. Die Menschen um ihn herum verändern sich, der Stresslevel steigt und Streit ist im ganzen Haus an der Tagesordnung. Und dann weiß er plötzlich was er tun muss, um die Stimmung zu verbessern. Eingebunden in eine Kriminalgeschichte und die Hilfe für einen Schulkameraden der unter häuslicher Gewalt leidet, bekommt die Geschichte eine Dynamik, die Leser bei der Stange hält und mitfiebern lässt. Die Geschichte endet mit der Aufklärung des Krimis und einem Happy End, auch wenn die schwierigen Zeiten der Pandemie immer noch da und nachzuspüren sind. Diese Geschichte zeigt aber auch, wie viel besser schwere Zeiten sein können, wenn man sie gemeinsam durchläuft und mit kreativen Dingen, dem Raum verschafft, was alle Menschen brauchen, Kontakt. Das wissen selbst schon Kinder und machen es in dieser Geschichte vor.
[ISCHE 14 Bremen]
  
       

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