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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Marmon, Uticha,     
Titel:
Als wir Adler wurden
ISBN:
978-3-7373-5707-4  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Kehn, Regina
Seitenanzahl:
222
Verlag:
Fischer Sauerländer / Meyers / Duden, Frankfurt/Main
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
14,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
So lange sich Jannik erinnern kann hat sein Bruder Bo dafür gesorgt, dass er und seine Freunde tolle Abenteuer erleben. Doch mit dem erschaffen der Adler verändern sich die Spiele und die Freunde.
[ISCHE 14 Bremen]
       
Lesealter:
12 - 13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Arbeitswelt / Beruf / Arbeitslosigkeit / Rechtsextremismus / Freundschaft
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Für Jannik ist die Welt so, wie er sie erlebt wunderbar. Er lebt mit all seinen Freunden in der Milchstraße und ihre Spiele handeln von Außerirdischen, fernen Galaxien, Freunden und Feinden und wie man gemeinsam Abenteuer erlebt und übersteht. Den Spielstoff dafür liefert ihm sein Bruder Bo. Alle Familien leben in unmittelbarer Nachbarschaft und arbeiten fast ausschließlich in der Druckerei, die auch in der Milchstraße liegt. Als einige der Nachbarn aus der Druckerei entlassen werden, verändert sich die Stimmung. Die Menschen richten ihre Frustrationen auf die „Anderen“, die, die nicht aus Deutschland kommen und ihnen die Arbeit wegnehmen. Diese Ereignisse in der Welt der Erwachsenen, verändert auch das Spiel der Freunde um Jannik. Sie werden, durch die Idee von Bo, zu Adlern. Das Motto der Adler lautet: „Wer sich nicht wie ein Adler benimmt, wird zur Beute“ und so wird die Freundschaft der 5 Protagonisten auf eine harte Probe gestellt. Was zunächst als Spiel beginnt, nimmt rasant Fahrt auf und endet im Zerfall der Freundschaft. Hier ist auch der Zusammenhang mit dem Dritten Reich zu finden. Wie schaffen es Kinder, sich vor all diesen Vorurteilen und Wiedersprüchen zu schützen? Auch damals in der Hitlerjugend waren zunächst Spiel, Spaß und Abenteuer die Dinge, die zum Mitmachen animiert haben und irgendwann keine Möglichkeit mehr ließ, seine eigene Meinung zu sagen. Im Nachwort gibt Uticha Marmon eine Erklärung dazu. In die heutige Zeit übernommen ist es Loni, ein Mädchen aus der Gruppe. Sie gerät ins Visier, denn ihr Vater kommt aus Kenia und ihre Mutter arbeitet nun in der Druckerei, für weniger Geld. Mit feinem Fingerspitzengefühl, viel Empathie und realistischem Hineinversetzen in die einzelnen Protagonisten schafft es Uticha Marmon den Leser teilhaben zu lassen an den vielfältigen Veränderungen, die in der Gruppe der Freunde vor sich geht. Es geht darum, wie sich die Einzelnen verhalten und positionieren werden.
[ISCHE 14 Bremen]
  
       

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