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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Bynum, Janie,     
Titel:
Das Plapperküken
ISBN:
978-3-314-10513-5  
Übersetzer:
Martins, Elisa
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Bynum, Janie
Seitenanzahl:
40
Verlag:
Nord Süd, Gossau
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2021
Preis:
15,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Piep! Piep! So geht es den ganzen Tag in allen Tonlagen, das Plapperküken hat sehr viel zu erzählen. Aber oft wird es seinen Zuhörern zu viel. Es geht auf die Suche – und findet ein großes Ei, um das es sich liebevoll kümmert und gewinnt so einen Freund: eine Schildkröte, die geduldig zuhört und nur ab und zu auch einmal „Piep“ sagt.
Ein Buch übers Reden, Zuhören und Verständnis entwickeln für alle, die viele tolle Erlebnisse haben und sie unbedingt immer mit allen teilen möchten.
[cz 12 Berlin]
       
Lesealter:
4 - 5 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Freundschaft / Ungleichheit / Gefühle / Toleranz
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Sehr realistisch schildert die Geschichte, wie ein ständig plapperndes Küken alle an die Grenzen der Toleranz treibt: die Eltern und Geschwister finden Plapperküken toll, können aber irgendwann einfach nicht mehr zuhören.
Das ist schade, denn der Alltag des kleinen Kükens ist voller wichtiger Erlebnisse und alle haben es wirklich gern.
Das Küken sucht sein Glück weit weg von der Familie, findet ein Ei und kümmert sich aufopfernd darum, solange bis es einschläft. Die Eltern und Geschwister holen das Küken nach Hause zurück und kümmern sich auch um das Ei – heraus kommt eine Schildkröte, die der neue Freund des Plapperkükens wird.
Die Autorin möchte den Kindern zeigen, dass ständiges Reden nicht so klasse für alle Zuhörenden ist. In fast jeder Kindergruppe findet sich ein Mitglied, das immer und überall spricht. Das stellte auch die kleine Zuhörerschaft fest. Nun ging es darum zu überlegen, warum das so ist. Die Antwort war schnell gefunden: Dieses „Plapperküken“ hat viel Fantasie und immer viele Dinge, die ihm auffallen und es beschäftigen. Vor allem hat es ein großes Herz für andere!
Diese Botschaft ist sehr wichtig und wird von sehr liebevoll gestalteten Zeichnungen näher gebracht. Niemand wird stigmatisiert, wie der Begriff „Plapperküken“ anfangs vermuten lassen könnte. Im Gegenteil. Alle freuen sich mit dem Küken über seine neue Freundin und niemand wertet das Küken ab.
Die Zeichnungen, mit Wasserfarbe ausgeführt, erinnern an alte Bilderbücher und sind „zeitlos“. Die gewählten Farben helfen, eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen, die Familie ist der zentrale Bezugspunkt im Sinne der „all american family“. Genderrollen sind klassisch besetzt, Mama Huhn ist mit Schürze beim Samensammeln und Papa Hahn arbeitet.
Der Text ist stark reduziert auf das Wesentliche, die Sätze sind kurz und prägnant. Das Plapperküken „piept“ in allen Variationen, was die kleine Zuhörerschaft sofort aufgriff und mitgestaltete. Die Emotionen des Kükens sind deutlich gezeichnet und gut nachvollziehbar. Die Geschichte kann sehr einfach selbst nacherzählt werden und das Piepsen sorgt für den Spaß dabei.
Das Buch wird von den Kindern sehr gerne alleine angesehen, die Botschaft kommt gut an und das real existente Plapperküken in unserer Gemeinschaft wird liebevoll zum Pausieren angeregt. Sehr schön!
Meine Meinung: ein tolles Buch für drei bis fünf Jährige, das Toleranz für vielsprechende Kinder mit großem Spaß vermittelt!
[cz 12 Berlin]
  
       

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