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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Göschl, Bettina,     
Titel:
Das Licht des Einhorns
ISBN:
978-3-8337-4134-0  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Daub, Leonie
Seitenanzahl:
28
Verlag:
Jumbo, Hamburg
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
14,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Ein schönes Einhorn-Märchen über Mut und Kraft! Die Helden sind Kinder, ein Ritter mit einer Rüstung aus Papier und einem Holzschwert, ein Mädchen, dem seine Singstimme gestohlen wird - vom bösen Zauberer. Wunderbar für eine verträumte Märchenstunde in der dunklen Jahreszeit.
[cz 12 Berlin]
       
Lesealter:
4 - 5 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Märchen / Fantasie
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Die Geschichte wird in Form eines klassischen Märchens erzählt. Die Handelnden sind ein Ritter, ein schönes Mädchen, eine süße Fee, ein Einhorn und ein mächtiger Zauberer.
Die Variation besteht darin, dass der Ritter Felix ein kleiner Junge ist, der eine Rüstung aus Papier und ein Holzschwert trägt, und dass das schöne Mädchen Sina keine Prinzessin, sondern auch ein Kind ist.
Wie in einem Märchen geht es um die Auseinandersetzung von Gut und Böse. Ritter Felix und Sina beschützen das Einhorn vor dem bösen Zauberer. Als Dank dafür hilft das Einhorn ihnen, die Singstimme von Sina zurück zu holen, die vom bösen Zauberer verzaubert wurde, so dass sie verstummt ist. Der Zauberer findet ein böses Ende und muss sein Leben als kleine Maus weiterleben, alle anderen leben gemeinsam glücklich und zufrieden.

Die Illustrationen sind einem Zeichentrickfilm ähnlich und dementsprechend plakativ und fesselnd. Beispielsweise ist das Schloss des Zauberers dem Eispalast von Elsa (Disney) nachempfunden und wird von der jungen Zuhörerschaft sofort als solches identifiziert.
Es gibt einige Kleinigkeiten zu entdecken, aber das Hauptaugenmerk liegt auf der Darstellung der Handlung. Sie wird entsprechend dem im Märchen angewandten Sprachstil erzählt und mit ausschmückenden Adjektiven in bedrohlichen Situationen für die Zuhörerschaft sichtbar und fühlbar. Der Spannungsbogen steigt steil an, die Kinder folgten mucksmäuschenstill und völlig gebannt dem Geschehen.
Am Ende geht alles gut aus, und entsprechend der Comicreihe um Asterix und Obelix feiern alle „Guten“ ein gemeinsames Fest in fröhlicher Runde.

Ein besonderes Augenmerk sind die Zaubersprüche, die zur Anwendung kommen. Sie bestehen aus einer wohlsortierten Mischung von lateinischen, deutschen und lautmalerischen Wörtern, die im Gesamten einen Sinn ergeben. So konnten viele Kinder auf Nachfrage beim Zuhören das Ziel des Spruches verstehen, obwohl sie des Lateinischen nicht kundig sind. Das ist für die Vorlesenden eine schöne Abwechslung und ein spannendes Experiment zum Testen des Sprachverständnisses allgemein.

Meiner Meinung nach ist „Das Licht des Einhorns“ eine sehr schöne Vorlesegeschichte, die gut in die dunkle Jahreszeit passt, vielleicht, weil das Licht des Einhorns hell und strahlend leuchtet.
[cz 12 Berlin]
  
       

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