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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Stratton, Allan,     
Titel:
Zoe, Grace und der Weg zurück nach Hause
ISBN:
978-3-446-26820-3  
Übersetzer:
Knetsch, Manuela
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Seitenanzahl:
256
Verlag:
Hanser, München
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
16,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Zoes Familie hat wenig Geld. Noch dazu wird Zoe von ihrer fiesen Cousine Maddi gemobbt und ihre geliebte Oma soll ins Altersheim abgeschoben werden.
[atan 12 Berlin]
       
Lesealter:
12 - 13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Familie / Gefühle / Sterben / Tod / Mobbing
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Dass Armut oft mit Hilfs- und Machtlosigkeit zusammenfällt, wird hier glaubhaft und eindrücklich erzählt. Zoes Mutter fehlt das Geld für einen eigenen Friseursalon und so ist das private Wohnzimmer tagsüber ein Salon und wenn Besuch kommt, wird improvisiert. Die Familie von Moms Schwester hat es deutlich besser: Sie verweigern Zoes Mutter hochnäsig einen Kredit und raten dazu, die immer verwirrter werdende Oma in ein Altersheim zu stecken und deren Haus (das alte „Vogelhaus“) zu übernehmen. Wie die Eltern, so die Kinder: In der Schule wird Zoe schon lange von ihrer fiesen Cousine Maddi gemobbt und gedemütigt, ohne dass sie sich dagegen wehren kann. Glückliche Momente erlebt Zoe mit ihrer Großmutter Grace, doch als diese nach einem Sturz im Krankenhaus landet, wird öffentlich, dass sie zunehmend dement wird. Ein Sozialarbeiter soll die Wohnverhältnisse auf „Seniorentauglichkeit“ prüfen. Er wird von Granny bedroht, die ihn für einen Einbrecher hält. Da es für die Familie nicht leistbar ist, sich intensiver um Granny zu kümmern, ist der Umzug ins Altersheim unumgänglich. Auch die Auseinandersetzungen zwischen Maddi und Zoe eskalieren. Maddi lockt Zoe in einen Hinterhalt, der sie fast das Leben kostet und bei dem ein demütigendes Video gedreht wird. Wie immer glauben die Eltern eher der braven, unschuldig wirkenden reichen Cousine und Zoe soll in ein Internat gesteckt werden. Doch Institutionen wie Altersheim und Internat sind keine akzeptablen Lösungen und so machen sich Zoe und Granny auf die Suche nach Zoes Onkel Teddi, von dem Granny immer wieder erzählt. Aufgrund seiner Transsexualität schon lange von der Familie entzweit, lebt dieser in Toronto. Bei ihrer abenteuerlichen Suche werden die Jugendliche und ihre demente Oma ausgerechnet von Menschen unterstützt, die selbst im gesellschaftlichen Schatten stehen, wie dem obdachlosen Stricherjungen oder den Tatoostudiobetreibern.
Der familiäre Zusammenschluss gelingt und gemeinsam entwickeln die dementen, transsexuellen, gemobbten und wirtschaftlich benachteiligten Familienmitglieder Stärke und kreative Lösungen für ihre Probleme: Granny bleibt bis zu ihrem Tod im Vogelhaus, Teddy finanziert eine Haushaltshilfe, Zoe kümmert sich nach der Schule um Granny, Mom eröffnet ihren Salon im alten Haus. Und Maddi? Maddi hat doch nicht mehr soviel Rückendeckung von ihren Bewunderern. Sie machen das Video öffentlich, so dass man Zoe glaubt. Nachdem Maddi ihre Sozialstunden abgeleistet hat, geht sie in ein Internat.
[atan 12 Berlin]
  
       

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