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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW
c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Herfurther, Rudolf,     
Titel:
Das Rheingold
ISBN:
978-3-219-11865-0  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Bley, Anette
Seitenanzahl:
32
Verlag:
Betz Annette, Wien
Gattung:
Sachliteratur / Sachbilderbuch
Reihe:
Das musikalische Bilderbuch
Jahr:
2020
Preis:
24,95 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Das Rheingold – erster Teil des „Ring der Nibelungen“ - versucht, das Interesse der Kinder an dieser gewaltigen Wagner-Oper zu wecken.
[Pli 12 Berlin]
       
Lesealter:
6 - 11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
fantastisch / märchenhaft / Gefühle / Geschichte / Literatur / Musik / Spannung / Streit / Konflikt
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Der „Ring“ ist mit 16 Stunden die längste Oper, zu der das „Rheingold“ für „Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ den Auftakt gibt. Sie ist schon für Erwachsene eine echte Herausforderung, aber man kann sie tatsächlich auch schon Kindern vermitteln.
Es ist nicht leicht, der ziemlich verwirrenden und verschachtelten Handlung zu folgen, ein Personenregister muss man sich selbst erarbeiten. Aber der Autor versteht es, die Kinder zu fesseln.
Vorab erfahren sie, dass das Opernhaus in Bayreuth 1876 eigens für die jährliche Aufführung dieser Oper gebaut wurde.
Dann wird ruhig und sachlich die Geschichte der vier Rheintöchter, des boshaften Zwerges Alberich, der Götter Wotan, Fricka und Freia, der Riesen Fafner und Fasolt, des Halbgottes Loge und der Kröte und des Riesenwurmes erzählt.
Die Gier nach dem Gold und der Kampf um die Macht über die ganze Welt bis hin zum Totschlag werden anschaulich geschildert.
Das Ende der Geschichte bleibt offen – es folgen ja noch drei weitere Teile (vielleicht demnächst auch als Buch?).
Die Zeichnungen von Anette Bley in fahlen Pastelltönen illustrieren die Geschichte sehr stimmig. Etwas nebulös und unheimlich sehen wir den bösen Alberich, wie er von den Rheintöchtern anfangs verlacht wird oder die wutschnaubenden Riesen bei der Jagd nach Freia, die ihnen eigentlich versprochen war als Gegenleistung für die Burg Wallhall, die sie den Göttern gebaut haben.
Die Musik begleitet das Geschehen, die jeweils auf der CD zu findenden Titel werden mit einem kleinen Notenschlüssel und einer Nummer an den Randseiten des Buches vermerkt. So kann man Handlung und Musik gut parallel verfolgen.

Als Einstieg in die klassische Musik ist dieses Buch nicht unbedingt zu empfehlen, da gibt es im gleichen Verlag von diesem und auch von anderen Autoren leichter zugängliche Titel, die gegen Wagner fast schon wie Mainstream wirken („Eine kleine Nachtmusik“ , „Die Moldau“; „Ein Vogel wollte Hochzeit machen“, „Fidelio“, „Carmen“ u.a.).
Aber Kindern, die schon mit klassischer Musik vertraut sind, denen sei das Rheingold auf jeden Fall empfohlen.
Meine siebenjährige Probandin war von der Geschichte begeistert, die Musik war ihr etwas zu bedrohlich.
[Pli 12 Berlin]
  
       

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