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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Turkowski, Einar,     
Titel:
Die Stadt, das Mädchen und ich
ISBN:
978-3-96428-039-8  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Seitenanzahl:
32
Verlag:
Jacoby & Stuart, Berlin
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
18,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Einem Künstler in einer Schaffenskrise gelingt es diese zu überwinden, indem er durch die Freundschaft zu einem Mädchen lernt, die Welt wieder mit der Fantasiebegabung eines Kindes zu betrachten.
[LB13 12 Berlin]
       
Lesealter:
8 - 11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / fantastisch / märchenhaft / Freundschaft/ Inspiration
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Die Welt ist voller Fantasie und Geschichten und nicht nur die Welt, sondern die eigentlich bekannte Umgebung des Wohnortes mit seinen unterschiedlichen Vierteln, Grundstücken und Parks.
Durch die Begegnung mit dem Mädchen Roberta lernt der Ich-Erzähler, der wie der Autor des Buches Künstler in Wort und Bild ist, seine Umgebung mit den Augen eines Kindes zu betrachten: Aus bekannten Ansichten wird Außergewöhnliches, spektakuläre Geschichten verbinden sich mit verschiedenen Plätzen. All das sieht zunächst nur Roberta und weiß Geschichten dazu zu ersinnen, die sich dem Protagonisten im Verlauf der gemeinsamen Streifzüge mehr und mehr erschließen.

Es ist ein langsamer Prozess vom bewussten und forcierten, aber erfolglosen Imaginieren des Künstlers, hin zur eigenen Wahrnehmung, die Inspiration zulässt. Schließlich kann der Künstler nicht nur die Dinge sehen, die seine kleine Freundin sieht, am Ende gelingt es ihm sogar, mehr zu sehen, als seine Begleiterin.
Der sich entwickelnde Zugang zu einer neuen künstlerischen Inspirationsquelle ist metaphorisch in der Geschichte umgesetzt und wird von detailreichen Bleistiftillustrationen begleitet. Die Dinge, die Roberta sieht, sind in einem Rotton koloriert und stehen damit im Gegensatz zu den Grautönen der Gesamtillustration. Die Veränderung der Wahrnehmung des Ich-Erzählers kündigt sich auch gestalterisch an: Die Dinge, die er beginnt wahrzunehmen, sind in einem hellen Grün gestaltet und bestehen neben den roten Bilddetails. Bis am Ende der Geschichte auf der letzten Seite ein grüner großer Wasserdrache zu sehen ist, den Roberta offensichtlich nicht sehen kann.

Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich zwar um ein Bilderbuch, allerdings ist die Geschichte durch das Thema sowie durch den Textumfang, den sprachlichen Ausdruck und die Schriftgröße eher ab neun Jahren geeignet.
Durch die Thematik und die illustratorische Umsetzung bietet das Buch aus meiner Sicht inspirierende Impulse für Aufgabenstellungen im Deutschunterricht ab Klasse 5 und 6 und vor allem für den Kunstunterricht in der Oberstufe.
[LB13 12 Berlin]
  
       

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