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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
St John, Lauren,     
Titel:
Der Schrei des Papageis
ISBN:
978-3-7373-4171-4  
Übersetzer:
Braun, Anne
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Seitenanzahl:
365
Verlag:
Fischer Sauerländer / Meyers / Duden, Frankfurt/Main
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Miss Mystery
Jahr:
2019
Preis:
15,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Kat zieht von London nach Bluebell Bay, einem kleinen Küstenstädtchen. Dort übernimmt ihre Mutter eine Tierarztpraxis, und Kat beschließt, sich mit einem Tiersitter-Service etwas dazuzuverdienen. Schnell stellt sich allerdings heraus, dass in dem kleinen Ort sehr merkwürdige Dinge passieren. Kat und ihre neue Freundin Hanna werden in ganz kurzer Zeit in mysteriöse Vorfälle verwickelt, und beide ahnen nicht, in welcher Gefahr sie schweben.
[IB 12 Berlin]
       
Lesealter:
12 - 17 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Tierliebe, / Angst / Detektiv / Freundschaft / Spannung / Alter
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Das Buchs beginnt mit einem nächtlichen Einbruch in die Londoner Wohnung von Kat und ihrer Mutter, die sich noch auf der Arbeit befindet. Daraufhin kündigt die Mutter ihre Stelle als Tierärztin, und beide ziehen nach Bluebell Bay, einem kleinen Küstenstädtchen an der Jurassic Coast, in welches es nur einen Polizisten gibt, der nichts zu tun hat. Außer einem geklauten Kürbis ist dort noch nie etwas passiert. Kats Mutter übernimmt dort eine Tierarztpraxis, zu welcher ein kleines Cottage gehört sowie eine Katze, die sich leider als absolute Wildkatze entpuppt.
Kat liebt ihre neue Heimat. Sie hat ein ausgesprochen gutes Gespür, mit Tieren umzugehen und deren Vertrauen zu gewinnen, und um etwas Taschengeld dazuzuverdienen, macht sie einen Tiersitter-Service auf. Ihr erster Auftrag besteht darin, einen sprechenden Papageien zu betreuen, während der Besitzer verreist ist. Gleichzeitig übernimmt sie noch die Aufgabe, ein ziemlich wildes Pferd regelmäßig zu reiten, da die Besitzerin Hanna mit ihrem gebrochenen Bein dies nicht kann. Hanna ist im gleichen Alter wie Kat und sie freunden sich an.
Kurze Zeit später passieren merkwürdige Dinge auf der Insel. Der Besitzer des Papageis scheint nicht verreist, sondern eher entführt worden zu sein, und Kat gerät zusammen mit ihrer Freundin in ein gefährliches Abenteuer. Niemand glaubt den Mädchen, und so ermitteln sie auf eigene Faust. Dadurch geraten sie in brenzlige Situationen, aus denen sie unter anderem durch Kats Großvater gerettet werden, den sie bis dahin gar nicht kannte.

Das Buch ist so spannend geschrieben, dass ich es in einer Nacht durchgelesen habe. Die Beschreibungen der Landschaften sind sehr schön, ebenso ist das intensive Verhältnis zu Tieren, welches Kat sowie auch ihre Mutter haben, gut beschrieben. Die Nebencharaktere, die aufgezeigt werden, geben viel von dem Leben und den Nöten der Betroffenen preis. Es ist der Autorin gelungen, allen einen Platz zuzuordnen, ohne den Ablauf der Geschichte zu überfrachten, und alles fügt sich gut in das Gesamtbild des Geschehens ein. Der Schreibstil erzeugt Bilder, und ich sah alles wie in einem Film vor meinen Augen ablaufen.
Lediglich beim kriminalistischen Effekt könnte es passieren, dass es zu leichten Irritationen kommt. Die dazugehörige Handlung spielt sich nämlich im Fokus der Geheimdienste ab, wie sich später herausstellt. Die Zusammenhänge und die Arbeitsweisen derselben werden zwar zum Schluss hin erklärt, wer aber noch nie etwas von Geheimdiensten gehört oder gelesen hat, wird unter Umständen nicht gleich beim ersten Mal die Auflösung des Ganzen nachvollziehen können. Deswegen würde ich das Lesealter frühestens bei zwölf Jahren ansetzen, auch wenn es ab zehn empfohlen wird.
Alles im allem ein sehr empfehlenswertes Buch, was jedem Heranwachsenden, der sich für Krimis interessiert, in seinen Bann ziehen wird.
[IB 12 Berlin]
  
       

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