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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW
c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Reider, Katja,     
Titel:
Cool in 10 Tagen
ISBN:
978-3-499-21840-8  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Kuhl, Anke
Seitenanzahl:
176
Verlag:
Rowohlt, Reinbek
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
10,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
(Wie) kann man es schaffen, cooler zu werden? Das wollen Juli und August dank eines Coaching-Flyers herausbekommen.
[atan 12 Berlin]
       
Lesealter:
10 - 11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Freundschaft
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Julis Mutter ist alleinerziehend und arbeitet als Unternehmensberaterin. Oftmals vermischt sie beide Rollen und managed auch Julis Leben mehr als es Juli lieb ist. Juli (nach dem Lieblingsmonat der Mutter benannt) soll sich um August (genannt Gus) kümmern, der in ihr Haus einzieht. Eigentlich wünschen sich beide, dass sie ein wenig schlagfertiger und cooler wären. Oft fällt ihnen eine passende Antwort erst viel zu spät ein, z.B. als sie in der Einkaufspassage den beiden „Quitsche-Entchen" begegnen.
Als ihnen ein Flyer mit einem Coaching-Programm von Julis Mutter in die Hände fällt, setzen sie die genannten Schritte in die Tat um: Zuerst gilt es, jemandem etwas Nettes zu sagen, dabei gerade zu stehen und ihm in die Augen zu blicken. Ok. Als Zweites sollen sie sich in eine Diskussion einmischen und einen eigenen Standpunkt vertreten. Auch geschafft. Schließlich soll man etwas Mutiges machen. Im Laufe der Zeit wird deutlich, dass auch Erwachsene gar nicht immer so mutig sind, etwa als Gus Vater seinen Sohn nicht einem Mobber gegenüber in Schutz genommen hat. Eine Zuspitzung am Ende bedeutet fast das Ende zwischen der gewachsenen Freundschaft zwischen Juli und Gus. Es kommt heraus, dass Gus das Programm gar nicht wirklich mitgemacht hat. Es gibt Streit und für die Versöhnung nimmt Gus all seinem Mut zusammen. Er malt ein riesengroßes Kreidebild mit „sorry“-Schriftzug auf den Gehweg und setzt sich mitten hinein, den ganzen Tag.
Das Buch macht richtig Mut. Es ist nicht nur fesselnd und temporeich erzählt, sondern es werden auch sensibel glaubhafte Charaktere und deren Veränderungen konstruiert. Juli ist eher extrovertiert, dafür überrascht Gus am Ende. Eine ältere Frau in einer Nebenrolle verbindet außerdem die Generationen miteinander und Julis Mutter verkörpert die alleinerziehende, moderne Managerin.
[atan 12 Berlin]
  
       

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