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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Brown, Peter    
Titel:
Der neugierige Garten
ISBN:
978-3-85581-543-2  
Übersetzer:
Aulike, Nils
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Brown, Peter
Seitenanzahl:
36
Verlag:
Bohem Press, Zürich
Gattung:
Sachbilderbuch
Reihe:
Jahr:
2014
Preis:
13,95 €   Buch: Fühl- oder Spiel(Bilder)buch
       
Inhalt:
In einer tristen, trostlos grauen Stadt leben die Menschen überwiegend in ihren Häusern, haben keinen Freiraum, in dem sie sich wohl fühlen, keinen Park, keine Blumen. Hier lebt der kleine Liam. Doch er läßt sich nicht abschrecken: Auf einem alten, ungenutzten Bahngleis entdeckt er ein paar kleine, unscheinbare Pflanzen, um die er sich mit viel Liebe und Engagement kümmert. Allmählich entwickeln sie sich zu einem kleinen Garten und nach und nach erobern sie die ganze Stadt.

[Pli Berlin]
       
Lesealter:
6 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Naturschutz/Umweltschutz Natur Zukunft
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Dass dieses Buch ein besonderes ist, erkennt man schon, wenn man es in die Hand nimmt: der Einband besteht aus textilem Material und fühlt sich sehr angenehm an.
Und so besonders ist auch die Geschichte:
Ganz behutsam wird geschildert, wie Liam sich um die ersten kleinen Pflanzen bemüht, wie er allmählich Erfahrung sammelt, sie kennen lernt und ihnen hilft, sich Stück für Stück auszubreiten. Und wie letztendlich sein Beispiel Schule macht und viele andere Gärtner aktiv werden und ihre Stadt verschönern.
Die Zeichnungen sind wunderschön: am Anfang nur grau, selbst die Innenseiten des Einbandes, am Ende grünt und blüht es überall.
Der Text ist sparsam und schildert mit wenigen Worten die Atmosphäre von der grauen Tristesse bis hin zur blühenden Stadt.
Und er zeigt vor allem eines: mit Eigenverantwortung, aktivem Miteinander und Unternehmungslust lassen sich unschöne Zustände verändern! Man muss nicht resigniert akzeptieren, sondern kann sich einmischen.
In diesem Fall in das neu entdeckte "Urban gardening".
Und eine Botschaft am Rande: die Natur arbeitet auch selbständig - wenn wir sie nur lassen! Für diese Geschichte gab das reale Natur-Leben auf einem stillgelegten Eisenbahnviadukt in Manhattan die Anregung.
Einziger kleiner Makel: an einer Stelle werden Pflanzen als "Unkraut" bezeichnet - das ist für diese Geschichte kontraproduktiv. Denn es gibt kein Unkraut - wir nennen es nur so.

[Pli Berlin]
  
       

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