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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Ludwig, Sabine,     
Titel:
Wenn der Wal Geburtstag hat, wird er von Spinat nicht satt
ISBN:
978-3-570-17671-9  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Schoene, Kerstin
Seitenanzahl:
40
Verlag:
cbj, München
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
14,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Mit lustigen Reimen und kunterbunten Bildern werden tierisch unterschiedliche Geburtstagskinder vorgestellt, bevor am Ende eine Überraschung wartet.
[MiPe 11 Bayern]
       
Lesealter:
0 - 7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Komik / Humor / Tiere
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Die vielfach preisgekrönte Autorin und Übersetzerin Sabine Ludwig ist vielen ein Begriff, sei es durch die Verfilmung von „Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft“ oder über ihre Miss Braitwhistle-Bücher.
Doch die frühere Gymnasiallehrerin, die seit 1987 für Kinder schreibt, hat sich nicht nur auf Schulgeschichten spezialisiert, sie „kann“ (neben Jugendthrillern) auch Reime für die ganz Kleinen ab drei Jahren.
Die sind, passend zur Zielgruppe, nicht nur eingängig, sondern auf den ersten Blick auch eher schlicht („Willi wird heut hundertzwei, / hat Appetit auf Hummerbrei. / Er will auf keinen Fall Spinat, / den findet er sooo fad“). Doch Ludwigs hintersinniger Humor bricht sich nicht nur bei der Empfehlung passender Geburtstagsgeschenke oder der Warnung vor ganz und gar nicht willkommenen Präsenten Bahn, sondern auch bei der Auswahl der portraitierten Tiere.
Neben den ganz „normalen“ gefiederten, behuften und flossigen Gestalten tummeln sich auf den 40 Seiten nämlich auch Exoten wie die Hyäne oder der Axolotl. Was für ein Glück, dass die Autorin ihren kleinen Leserinnen und Lesern zutraut, auch jenseits von „Hund, Katze, Maus“ einen Zugang zu den tierischen Protagonisten zu finden.
Das ist natürlich vor allem Verdienst von Kerstin Schoene. So liebevoll erweckt die studierte Kommunikationsdesignerin jedes einzelne Geschöpf zum Leben, dass man sich die ganze Bande sofort ins Haus holen möchte; angefangen von den Torte und Schokolade tragenden Entchen über die Giraffe (den Fans von „Ein Haufen Freunde“ bestens bekannt) bis hin zum Axolotl mit dem etwas hinterlistigen Grinsen. Auch sie lässt die jungen Leserinnen und Leser (und ihre erwachsenen Vorlese-Gehilfen) mitunter ein wenig geistig arbeiten, wenn etwa der dargestellte Vogel mit dem lustigen Iro so gar nicht dem erwarteten Klischeebild entspricht, das sich auf „Geschrei“ reimt..., bis man dann herausfindet, dass der Kakadu natürlich zu den Papageienarten gehört...
Viele liebevolle Details (ein blasierter Pinguinbutler mit Servierteller, der Büffel, der seine Bier-Abstinenz ganz plastisch demonstriert) auf stabilen Seiten laden zum häufigen Betrachten ein, zumal sieben Doppelseiten praktisch ohne Text auskommen, abgesehen von der Bezeichnung des jeweiligen Tieres. Zudem gibt es eine Überraschung auf den letzten beiden Seiten, die sicherlich ihren Effekt nicht verfehlen wird, wenn das Buch als Geburtstagsgeschenk dient.
Auf jeden Fall eine passende Ergänzung für die Bibliothek eines Kindergartens und auch in Privathaushalten ein Titel, der leicht zum Lieblingsbuch werden kann.

Michaela Pelz
[MiPe 11 Bayern]
  
       

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