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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund

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Autor:
Poznanski, Ursula,     
Titel:
Buchstabendschungel
ISBN:
978-3-7855-8923-6  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Büchner, SaBine
Seitenanzahl:
48
Verlag:
Loewe, Bindlach
Gattung:
Bilderbuch
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
9,95 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Nach dem Sturm sind Affe und Papagei unterschiedlichen Tieren behilflich, ihre Identität wiederzufinden und entdecken dabei die Macht der Buchstaben.
[MiPe 11 Bayern]
       
Lesealter:
4 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock für Arbeitsbücherei
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Komik / Humor / Lernen / Tiere
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Als Ursula Poznanski 2003 erstmalig im österreichischen Dachs Verlag die Geschichte des neugierigen kleinen Affen erzählte, der mit Hilfe seines Freundes Papagei nach einem mächtigen Unwetter eine ganze Reihe verzweifelter Tiere wieder glücklich macht, ahnte niemand, dass die Autorin in den Folgejahren mit „Erebos“ und zahlreichen anderen Jugend- und Erwachsenenthriller Furore machen würde. Fast allerdings hätte man es sich denken können, beweist doch die zauberhafte Geschichte, endlich bei Loewe (diesmal mit Illustrationen von SaBine Büchner) neu aufgelegt wie perfekt die Mutter eines mittlerweile volljährigen Sohnes sich schon damals in (Kinder-) köpfe hineinfühlen konnte.
Denn die Lust an Rätseln, gepaart mit deren Interesse an der Tierwelt führt dazu, dass kleine Jungen und Mädchen sich nicht nur köstlich bei der Lektüre amüsieren, sondern auch voller Begeisterung selbst suchen, welche der „fremden Früchte“ (die in Wirklichkeit Buchstaben sind und vom Wind in den Wohnbaum des Affen geweht worden waren) zu dem jeweils abgebildeten Tier gehören.
Ist der verzweifelte Vierbeiner nun ein P-Nu, ein S-Nu oder ein D-Nu? „Neeeeeeeeeeeein!!!“ rufen schnell zahlreiche Kinder, liest man das Buch mit einer Gruppe - denn natürlich wissen alle, dass es sich nur um ein G-Nu handeln kann. Auch die „lange Lange“, die „Ledermaus“ oder der „Iger“ werden schnell wieder mit den/m passenden Anfangsbuchstaben vereint, so dass sie aufs Neue stolz und glücklich im Bewusstsein ihrer wahren Identität ihrer Wege kriechen, gehen oder fliegen können.
Dabei lassen die charmanten Zeichnungen in kräftigen Farben und mit zahlreichen, witzigen Details keinen Zweifel daran, von welchem Tier die Rede ist.
EINE Herausforderung gibt es zwar doch, aber die darf natürlich nicht verraten werden. So viel sei jedoch gesagt: Sie bietet den perfekten Aufhänger, um über Rechtschreibung zu sprechen und spielerisch den Unterschied zwischen ähnlich aussehenden Buchstaben zu trainieren.
Auf der vorletzten Doppelseite, die ganz ohne Text auskommt, haben kleine Ratefüchse zudem die Chance, sich selbst entweder lustige Quatschbezeichnungen für die abgebildeten Fleisch- und Pflanzenfresser auszudenken oder den Anfangsbuchstaben korrekt zu benennen.
Das perfekte Buch also für Kindergarten- und Grundschulkinder, die ohne auch nur den geringsten Anflug eines pädagogischen Zeigefingers die Macht der Buchstaben kennenlernen und sich außerdem Gedanken darüber machen können, wie wichtig der eigene Name ist. Geeignet zum Vorlesen, selber lesen, alleine lesen oder immer wieder gern im Kreis von ganz vielen lesen. Natürlich kann man auch eigene Bilder dazu anfertigen, (Riesen-)Lettern basteln und im Stil von „Stadt-Land-Fluss“ viele, viele weitere, anfangsbuchstabenlose Tiere aufzählen. So aufgepeppt haben auch ältere Kinder Spaß an der Sache.
Eine ganz dicke Empfehlung!
Michaela Pelz
[MiPe 11 Bayern]
  
       

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