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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Pannen, Kai,     
Titel:
Zombert in der Schule des Schreckens
ISBN:
978-3-86429-450-1  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Pannen, Kai
Seitenanzahl:
48
Verlag:
Tulipan, München
Gattung:
Erstlesebuch
Reihe:
ABC-Reihe
Jahr:
2019
Preis:
8,95 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Bücher sind öde! Zombert kann auf den Seiten lediglich schwarze Zeichen erkennen. Da hilft nur eins! Er muss Lesen lernen!
[kh 11 Bayern]
       
Lesealter:
6 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Zombie, Schule, Freundschaft, Lesen, Buchstaben
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Kai Pannens Zombie-Abenteuer für Erstleser*innen geht in die vierte Runde. Wer die anderen Zombert-Bücher bereits kennt, hat sich schon im Vorfeld auf den Zombert-Spätsommer gefreut und wird nun garantiert nicht enttäuscht.
Zombert, dem waschechten Zombie Norbert, der auf einem ururalten Friedhof in einer gemütlichen Gruft lebt, ist es mal wieder ziemlich langweilig. Selbst Plapperkai, der ansonsten so lustige und immer dazwischenplappernde Papagei, schafft keine Abhilfe. In einem dicken Schal eingehüllt hockt er auf einer Stange und lässt mausernd die Federn fallen.
Zombert versucht derweil, seine Langeweile mit Büchern zu bekämpfen, denn sein bester Freund Konrad pflegt stets zu sagen: „Bücher sind gut gegen Langeweile“ (S. 7). So richtig kann Zombert Konrads Meinung nicht nachvollziehen, schließlich beherbergen die Buchseiten bloß komische schwarze Zeichen ...
Es kommt, wie es kommen muss, Konrad nimmt Zombert mit in die Schule wo er bei der Lehrerin Frau Knusper-Keks in die Welt der Buchstaben eingeführt wird. Beim Verkleidungsfest an Halloween kann Zombert selbstverständlich mit seinem wahren „Ich“ gruselig auftrumpfen.
Kai Pannen versteht es junge Leser*innen mit seinen Texten und Illustrationen zum Lesen zu verführen und überspitzt dabei augenzwinkernd das bildungspolitische Bild der Schlüsselkompetenz Lesen: „Bücher sind wie Schatzkisten“, erklärt Konrad. „Der Schatz sind die Geschichten darin. Und der Schlüssel dazu ist das Lesen“ (S. 15). Passend dazu hat Pannen einen goldenen Schlüssel gezeichnet, dessen Bart das Wort „Lesen“ darstellt.
Aus Büchern herausfallende Buchstaben zieren das Vorsatzpapier und Plakate, Litfaßsäule, Abfalleimer, Firmen- und Straßenschilder mit unterschiedlichen Schriftzeichen und Typografien auf dem Schulweg symbolisieren, dass wir immer und überall von Schrift umgeben sind.
Überhaupt lädt „Zombert in der Schule des Schreckens“, aus der bewährten ABC-Reihe des Tulipan Verlages, seine Leser*innen ein, mit Büchern und Sprache zu spielen. Warum also nicht auch mal einen Bücherturm bauen und Spaßsätze mit Alliterationen bilden („K - wie...“, spricht Frau Knusper-Keks. „...kluge Katzen knabbern Knusperkekese“, fährt Zombert fort).
Das sehr empfehlenswerte Buch eignet sich für leicht fortgeschrittene Leser*innen zum Selberlesen und ab etwa fünf Jahren zum Vorlesen.
[kh 11 Bayern]
  
       

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