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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Connor, Leslie,     
Titel:
Die ganze Wahrheit (wie Mason Buttle sie erzählt)
ISBN:
978-3-446-26802-9  
Übersetzer:
Mumot, André
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Seitenanzahl:
319
Verlag:
Carl Hanser Verlag, München
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
16,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Mason Buttle, etwa 12 Jahre alt, lebt mit Großmutter und Onkel in einer amerikanischen Kleinstadt. Die der Familie gehörende Farm ist heruntergekommen. Wegen seiner Lernschwäche und seines Aussehens wird er von Gleichaltrigen gemobbt. Zudem steht er unter dem Verdacht, am Tod seines Freundes schuld zu sein.
[rem 10 Baden-Württemberg]
       
Lesealter:
12 - 17 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Außenseiter / Behinderung / Freundschaft/ Mobbing
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Dieses Buch hat nur einen Nachteil: Es wirkt vordergründig auf Leserinnen und Leser, die vorwiegend an spannender Unterhaltung interessiert sind, etwas langweilig. Das liegt auch an der Sprache. Denn der lernschwache Legastheniker Mason Buttle erzählt seine Geschichte in seiner einfachen Sprache, über die er verfügt. Der Wortschatz ist schlicht und einfach, die Sätze sind kurz, sein ganzes Sprachvermögen ist eher unbeholfen. Aber gerade das macht auch den Reiz dieses wunderbaren Romans aus, denn durch eben diese Sprache gewinnt Masons Erzählung an Authentizität. Man glaubt ihm einfach. Hinzu kommt, dass der etwa 12jährige gerade durch seine geistige Unbeholfenheit bei den Lesenden sehr viel Sympathie weckt, denn er ist ein herzensguter Junge. Mason Buttle ist groß und dick, auch körperlich stark, aber etwas unbeholfen. Er wird wegen seiner Schwächen von Gleichaltrigen gehänselt und gequält. Mason lebt als Vollwaise mit Großmutter und Onkel auf einer heruntergekommenen Apfelfarm. Sein bester Freund ist durch einen Unfall ums Leben gekommen, und alle Welt glaubt, dass er daran die Schuld trage, selbst die Polizei. Mason hat inzwischen einen neuen Freund gefunden, der das genaue Gegenteil von ihm ist: klein, zierlich gebaut, schwächlich, aber mit einem sehr wachen Geist ausgestattet. Als dieser plötzlich verschwindet, entwickelt sich diese rührende Geschichte eines einfachen Jungen vom Land gegen Ende sogar zu einer Kriminalstory. Denn wieder gerät Masen in Verdacht. Doch beide Fälle werden aufgeklärt. Masons Unschuld stellt sich heraus. Die Täter sind Gleichaltrige, die Mason einen Streich spielen wollten. Dieser hat dann aber den Falschen getroffen und getötet. Der Roman ist ein hohes Lied auf die Freundschaft zwischen Jugendlichen. Er wird bei den Leserinnen und Lesern über die Sympathie mit Mason hinaus auch viel Verständnis für Menschen wecken, die mit körperlichen und geistigen Schwächen ausgestattet sind. Da die Geschichte Masons für ihn und für alle Beteiligten gut ausgeht, legt man den Roman bereichert und zufrieden aus der Hand. Er ist bereits mehrfach prämiert.
[rem 10 Baden-Württemberg]
  
       

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