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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Welford, Ross,     
Titel:
Der Hund, der die Welt rettet
ISBN:
978-3-649-63124-8  
Übersetzer:
Knese, Petra
Originalsprache:
Englisch
Illustrator:
Seitenanzahl:
365
Verlag:
Coppenrath, Münster
Gattung:
Fantastik
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
16,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Die Hauptperson und Ich-Erzählerin Georgina ist eine große Hundefreundin. Als eine hoch gefährliche Hundeseuche ausbricht, lässt sie sich mit einem von einer alten Wissenschaftlerin konstruierten Gerät in die Zukunft versetzten und bringt einen inzwischen gefundenen Impfstoff zurück in ihre Gegenwart.
[rem 10 Baden-Württemberg]
       
Lesealter:
12 - 15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Zukunft / Computer / fantastisch / märchenhaft
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Angesichts der Corona-Pandemie kann man nur staunen, wie aktuell dieser vor zwei Jahren in England erschienene und mutmaßlich schon einiges früher geschriebene Jugend-Roman ist. Denn in die Welt der Ich-Erzählerin, der elfjährigen Georgina Santos, und ihres ein Jahr jüngeren Freundes Ramzy bricht plötzlich eine „neue und tödliche Hundeseuche“ ein, hochansteckend auch für Menschen. Georgina Santos, liebevoll Georgie genannt, ist eine große Hundefreundin und arbeitet in ihrer Freizeit in einem Hundeasyl. Ihr bester Freund ist neben Ramzy der gefräßige Mischlingshund Mister Masch. Bei einem Strandspaziergang werden die drei von der alten und todkranken Wissenschaftlerin Dr. Pretorius angesprochen und in ihr Labor bestellt. Die Frau hat eine Maschine konstruiert, mit der man in die Zukunft reisen kann. Eine kurzen Probereise, die Georgie für kurze Zeit in die Welt eine Woche später bringt, bestätigt das Funktionieren dieser Erfindung. Aber nun taucht wie aus dem Nichts das gefährliche Hundevirus CBE auf. Weltweit werden Hunde getötet, um ein Ausbreiten der Seuche zu verhindern, auch Menschen sterben. Es gelingt dem Mädchen, ihren Hund Mister Masch durch eine abenteuerliche und nicht ganz appetitliche Aktion vor dem Töten zu retten, aber er erkrankt trotzdem. Wider Erwarten übersteht er die Krankheit. Jessica, Freundin von Georgies Vater und Forscherin an einem biobiotischen Institut, entnimmt dem genesenen und inzwischen wohl immunisierten Hund etwas Blut als Grundlage für weitere Forschungen. Da hat Georgie eine Idee. Sie lässt sich mit ihrem Hund von Dr. Pretorius in die Zukunft versetzen in der Hoffnung, dass ein Jahr später ein Mittel gefunden worden sein wird. Und jetzt wird die an sich durchaus mit etwas Fantasie realitätsnahe Geschichte etwas skurril. Georgie begegnet sich selbst, ein Jahr älter, erfährt, dass inzwischen Millionen Menschen gestorben sind, und erhält tatsächlich einen Impfstoff, der in dem Jahr gefunden worden ist. Sie bringt ihn in ihre Gegenwart und rettet so die Welt. An der Stelle fällt dem aufmerksamen Lesenden ein logischer Bruch auf. Georgie II. erzählt, dass im vergangenen Jahr Millionen Menschen an der Krankheit gestorben seien. Wenn aber Georgie I den Impfstoff in ihre Zeit bringt, kann das ja gar nicht sein. Aber sei`s drum. Wenn man sich auf die Fiktion einlässt, ist die Geschichte in sich schlüssig, gut strukturiert und sehr spannend erzählt, Mit dem liebenswerten kleinen Mädchen Georgie können sich die Lesenden gut anfreunden, denn wer möchte nicht die Welt retten. Ihr Engagement in der Hundestation ist lobenswert, ihre Liebe zu Hunden und vor allem zu ihrem besten Freund, Mister Masch, ist rührend. Die Sprache ist einfach und dem Alter der Erzählerin angemessen. Dass sie im Präsens erzählt, erhöht noch die Nähe der Lesenden zum Geschehen.
[rem 10 Baden-Württemberg]
  
       

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