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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Gerstenberger, Stefanie,     
Titel:
Die Wunderfabrik - Keiner darf es wissen!
ISBN:
978-3-7373-4190-5  
Übersetzer:
Originalsprache:
Illustrator:
Seitenanzahl:
352
Verlag:
Fischer Sauerländer / Meyers / Duden, Frankfurt/Main
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Die Wunderfabrik, Bd. 1
Jahr:
2020
Preis:
15,00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Ihre Eltern gehen auf Forschungsreise und die drei Geschwister Winnie, Cecilia und Henry müssen zu ihren Großeltern, bei denen es nicht einmal Internet gibt. Auch Ausflüge ins nahe gelegene Dorf finden sie zu gefährlich und so bleibt den Geschwistern nichts außer Mithilfe bei der Lakritzbrocken-Herstellung. Als Winnie nur zum Spaß mit einer neuen Zutat herumexperimentiert, bringt sie unvorhergesehene und äußerst unerwünschte Geschehnisse in Gang.
[ah 10 Baden-Württemberg]
       
Lesealter:
10 - 13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Ja
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / Familie / Gefühle / Arbeitswelt /
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Mit „Die Wunderfabrik: Keiner darf es wissen!“ ist der Autorin Stefanie Gerstenberger ein grandioser Reihenauftakt gelungen. Dieses Buch empfehle ich Kindern ab 10 Jahren, die sich gerne für ein paar magische Lesestunden auf ein spannendes und mitreißendes Abenteuer einlassen möchten.
Zunächst besticht das aufwändig gestaltete Buchcover. Ob die Assoziation zu "Charly und die Schokoladenfabrik", die sich bei mir einstellte gewollt war, kann ich nur erahnen.
Die Idee, Gefühle auf Süßigkeiten zu übertragen, ist jedenfalls ganz wunderbar.
Stefanie Gerstenbergers Schreibstil hat mich total begeistert. Die Figuren sind liebevoll und tief ausgearbeitet. Jeder hat seine Eigenheiten und das “Tragische Trio” ist großartig. Auch hinter den Masken der Großeltern verbirgt sich viel mehr, als man anfangs vermutet.
Die Wunderfabrik ist voller Geheimnisse und unglaublicher Möglichkeiten. Geheimnisse klären sich und neue tauchen auf. Wir erleben die Ereignisse vorrangig aus dem Blickwinkel der 12jährigen Winnie. Manchmal naiv, manchmal voller tiefgründiger Erkenntnisse begeben wir uns in ihre Gedankenwelt.
Sie ist ein aufgewecktes und lustiges Mädchen, sieht sich selbst aber eher als mittelmäßig bzw. durchschnittlich an, weil sie ihrer Meinung nach nicht sonderlich hübsch ist, nicht besonders viel kann und auch noch das mittlere Kind ist.
Ich fand die Geschichte sehr spannend und mitreißend erzählt.
Die verschiedenen Perspektivenwechsel hat Stefanie Gerstenberger gekonnt eingebaut und so ein sehr umfassendes Bild der Ereignisse gezeichnet. Einschübe aus der Sicht eines unbekannten Dritten verstärken die düstere bis unheimliche Atmosphäre. Auch wenn rasch ein Verdacht aufkeimt und die Identität des Widersachers der Familie Wallace-Walker am Ende gelüftet wird, erfahren wir noch nicht das ganze Geheimnis. Der Schluss ist so geschrieben, dass man direkt mit Band 2 weiterlesen möchte. Denn das Warum und Weshalb bleiben weiter im Dunkeln. Auch wissen wir Ende des erste Bandes zwar, dass Winnie das magische Talent ihres Großvaters Herb Wallace-Walker geerbt hat, aber es wird nicht gesagt, was genau es damit auf sich hat. Mit Spannung darf also der zweite Band erwartet werden!









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[ah 10 Baden-Württemberg]
  
       

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