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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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Autor:
Ohlsson, Kristina,     
Titel:
Das Geheimnis von Hester Hill
ISBN:
978-3-570-17514-9  
Übersetzer:
Dahmann, Susanne
Originalsprache:
Schwedisch
Illustrator:
Seitenanzahl:
229
Verlag:
cbj Kinder- und Jugendbuchverlag, München
Gattung:
Fantastik
Reihe:
Jahr:
2019
Preis:
13.00 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Die beiden 12-jährigen Zwillinge Meg und Frank verbringen ihre Sommerferien auf dem Anwesen von Onkel Eliot. Schon bei der Ankunft am Bahnhof hat Meg eine seltsame Vision. Mysteriöse Dinge häufen sich. Als sich die beiden und ihre Freundin Lily auf eine Zeitreise zurück in das Jahr 1915 begeben, können sie die Erscheinungen zwar einordnen, aber nicht verstehen. Gleichzeitig können sie ein Unglück verhindern.
[rem 10 Baden-Württemberg]
       
Lesealter:
10 - 15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Abenteuer / fantastisch / märchenhaft / Spuk
       
Anmerkungen:
       
Beurteilungstext:
Als relativ aufgeklärter Mensch akzeptiert man natürlich Geister- und Gespenstergeschichten als Literaturgattung, erwartet aber am Schluss eine rationale Erklärung. Die bleibt bei diesem etwas gruseligen Kinderroman aus. Ich denke, dass Kinder etwas unbefangener mit solchen Schauergeschichte umgehen können, und insofern erzählt die Autorin eine zwar fantasievolle, aber doch spannende und lebendige Geschichte. Die Eltern der beiden 12-jährigen Zwillinge Meg und Frank streiten ununterbrochen und wollen sich scheiden lassen. Deswegen werden die Kinder während der Sommerferien zu Onkel Eliot aufs Land geschickt. Dieser bewohnt mit seinem Freund Carl ein altes Herrenhaus, früher Hester Hus, jetzt Hester Hill genannt. Schon bei der Ankunft an einem aufgelassenen Bahnhof hat Meg eine Erscheinung. Eine junge Frau in alter Tracht sitzt im abgeschlossenen Warteraum. Und dann geschehen seltsamen Dinge: Meg hört Stimmen im Wald, hört ein Kleinkind weinen, bekommt ein Paket, das seit 100 Jahren auf der Post liegt, und einiges mehr. Ein Schlüssel wird den Kindern zugespielt, der zu einer Klappe tief im Keller von Hester Hill führt. Als sie tiefer steigen, gelangen sie in das gleiche Haus, nur im Jahr 1915. Und jetzt werden sie Zeugen einer Familientragödie, die sich vor hundert Jahren ereignet hat und in die sie helfend und rettend eingreifen können. Eine Erklärung für diese mysteriösen Ereignisse gibt es nicht, so bleibt bei den Lesenden ein seltsames Gefühl zurück. Leichter Grusel vermischt sich mit einer spannenden Abenteuererzählung, die leicht, kindgemäß, in einfacher Sprache und mit kurzen Sätzen erzählt wird und die man erst nach dem letzten Satz aus der Hand legt. Die Atmosphäre des ländlichen Schweden heute und vor hundert Jahren wird sehr anschaulich als lebendiger Hintergrund der Handlung beschrieben. Für Kinder, denen ein bisschen Spuk nichts ausmacht, ein lesenswertes, schönes Buch.
[rem 10 Baden-Württemberg]
  
       

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