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Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien der GEW (AJuM)
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c/o Alexandra Ritter, Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt am Main

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Autor:
Cavallo, Francesca,     
Titel:
Das Wunder von R.: Eine revolutionäre Weihnachtsgeschichte
ISBN:
978-8-8079-2322-7  
Übersetzer:
Papenberg, Daniela
Originalsprache:
Italienisch
Illustrator:
Wugeditsch, Verena
Seitenanzahl:
128
Verlag:
Mentor Verlag, Berlin
Gattung:
Erzählung / Roman
Reihe:
Jahr:
2020
Preis:
24,90 €   Buch (Print, gebunden)
       
Inhalt:
Weil Manuel, Camila und Shonda zwei Mamas haben, müssen sie aus ihrer Heimat fliehen, weil dort lesbische Beziehungen unter Strafe verboten sind. In R. werden sie aber nicht freundlich empfangen, sondern völlig ignoriert und finden keinen Kontakt. Die Menschen hier haben Angst vor allen Veränderungen, weil diese ja Unglück und Konflikte bringen könnten und sprechen deswegen mit niemandem außerhalb der eigenen Familie. Aber dann braucht der Weihnachtsmann Hilfe beim Päckchenpacken und wendet sich an die drei Kinder. Die Kinder aus R. sind nicht so verbohrt und von den Dogmen des Staates gelähmt. Sie lassen sich aktivieren und helfen mit. Langsam öffnen sich auch die Erwachsenen der neuen Situation und somit kann sich am Ende die Weihnachtsbotschaft durchsetzen.
[RPFB 20 Rheinland-Pfalz]
       
Lesealter:
6 - 9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten:
Klassenlesestoff Büchereigrundstock
Wolgast Preis:
Nein
Bewertung:
sehr empfehlenswert
Schlagwörter:
Weihnachten / Kinder / Toleranz / Diversität / Zusammenhalt / Werte
       
Anmerkungen:
Eine moderne Weihnachtsgeschichte nach dem klassischen Vorbild
       
Beurteilungstext:
Der Bürgermeister ist stolz auf seine Stadt, in der seit Jahren nichts Schlimmes mehr passiert ist, aber auch sonst nichts passiert, weil sich die Bewohner völlig von allem Fremden und Neuen fernhalten und so keine Probleme und Konflikte entstehen können. Die Kinder aber haben erkannt, dass dies ein nicht erstrebenswertes, totes Leben ist und haben ein Netzwerk aufgebaut, um dieser Einsamkeit zu entfliehen. Als das lesbische Paar mit den drei Kindern in die Stadt zieht, werden sie erst einmal völlig isoliert und können das Verhalten der Menschen nicht verstehen. Erst der Mut des Mädchens Olivia ändert die Situation. Sie setzt sich über die Regeln hinweg und animiert auch die anderen Kinder, ihre Isolation aufzugeben. Am Ende erkennen auch die Erwachsenen, dass das Öffnen gegenüber neuen Ideen, fremden Menschen und Kulturen Potenzial für ein besseres Lebensgefühl birgt. Sie erkennen auch, dass mit Toleranz, Geduld und gegenseitiger Achtung das Zusammenleben konfliktfrei und friedlich gestaltet werden kann. Auch die heute möglichen Lebensformen mit gleichgeschlechtlichen Eltern, mit unterschiedlichen Hautfarben und unterschiedlichen Lebensweisen haben ihre Berechtigung und müssen um der Liebe zu Menschen willen anerkannt werden. Somit wird die Weihnachtsbotschaft lebendig und erfahrbar.
Der schnelle Ablauf der Geschichte vermittelt in einer klaren und schnörkellosen Sprache zum Teil Hektik und Unruhe. Der Wechsel zwischen realer Welt und Fantasie machen die Erzählung reizvoll und für Kinder auf jeden Fall interessant und fesselnd.
Die bunten, ganzseitigen Illustrationen sind in warmen Farben gehalten und zeigen Situationen der Geschichte. Am Ende des Buches stehen die Danksagung an Mitarbeitende, Freunde und die Kinder als Leser, eine kurze Biografie der am Buch Beteiligten und das Inhaltsverzeichnis.
[RPFB 20 Rheinland-Pfalz]
  
       

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